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Viele Busse und Bahnen stehen wegen Warnstreiks still

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Parken
Autos stehen in einem Bereich, in dem zu einer bestimmten Zeit nur Anwohner parken dürfen. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Dieser Tarifkonflikt ist von eher kleinerer Dimension - zumindest was die Folgen von Warnstreiks für Bus- und Bahnreisende angeht. Dennoch haben Menschen in Baden-Württemberg gleich an mehreren Orten die Folgen zu spüren bekommen.

Wiesloch/Lörrach - Pünktlich nach dem Ende der Osterferien haben Pendler wegen Warnstreiks im Bus- und Bahnverkehr andere Wege zur Arbeit und zur Schule finden müssen. Im Tarifstreit mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen hatte die Gewerkschaft Verdi am Montag in mehreren Regionen zu Protesten und Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen waren unter anderem Busverbindungen der SWEG Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH in den Regionen Weil am Rhein-Lörrach, Kraichgau-Wiesloch und der Hohenzollerischen Landesbahn, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Bei Zugverbindungen rund um Ulm sowie der Zollernalbbahn seien die Folgen teils durch anderes Personal oder zusätzlichen Triebwagen kompensiert worden.

„Der Warnstreik ist auf heute beschränkt“, teilte der Sprecher mit. „Aufgrund der Nachwirkungen des heutigen Streiks kann es jedoch auch morgen früh noch zu Einschränkungen im SWEG-Zugverkehr kommen.“

Verdi wertete die Protestaktionen einen Tag vor der vierten Verhandlungsrunde als vollen Erfolg. „Sollte kein annehmbares Angebot auf den Tisch gelegt werden, können wir auch noch eine Schippe drauflegen“, teilte Nadja Kürten von Verdi Rhein-Neckar mit.

Die Gewerkschaft fordert für etwa 6000 Beschäftigte in rund 40 Betrieben in ganz Deutschland eine Lohnerhöhung von sieben Prozent. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt eine Erhöhung von drei Prozent angeboten. An diesem Dienstag sollen die Verhandlungen in Fulda weitergehen.

Schon am 1. April hatte Verdi wegen des ausgelaufenen Eisenbahn-Tarifvertrags zu Warnstreiks im Ortenau-, Rhein-Neckar- und Zollernalbkreis aufgerufen. Bei der SWEG arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Verkehrsunternehmen in größeren Städten Baden-Württembergs sind nicht von den Warnstreiks und den Tarifverhandlungen betroffen. dpa

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