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117 Straftaten: Auch ukrainische Helfer betroffen

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Blaulicht
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Im ersten Monat des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat die Polizei in Berlin insgesamt 117 Straftaten mit Bezug zu dem Konflikt registriert. Größtenteils handle es sich um Sachbeschädigungen, Bedrohungen und Beleidigungen gegenüber russischen Einrichtungen oder Menschen aus Russland oder Weißrussland, hieß es in einer Mitteilung am Freitag.

Berlin - Eine Ermittlungsgruppe beim für politische Taten zuständigen Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) bearbeite die Fälle.

Ein kleiner Teil der Straftaten richtete sich den Angaben zufolge gegen die Ukraine. So sei eine einstellige Anzahl von Fällen bekannt, bei denen eine ukrainische Hilfsorganisation oder ein Helfer oder eine Helferin betroffen seien. Die Polizei bestätigte auch, dass dem LKA ein Einbruch in die Wohnung eines Helfers von einem ukrainischen Netzwerk bekannt sei, über den die „Süddeutsche Zeitung“ und der WDR berichtet hatten.

Bei dem Einbruch am 14. März soll nach Angaben des Bewohners nichts gestohlen, aber weißes Pulver verstreut und Gegenstände verändert worden sein. Die Helfer vermuten, dass es sich um einen Einschüchterungsversuch durch russische Gruppen oder gar Organisationen wie Geheimdienste handeln könnte. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern und teilte nur mit: „Eine Aussage zum möglichen Tatmotiv kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Die Ermittlungen dauern an.“

Ermittelt wird auch weiterhin wegen einer Brandstiftung an einer deutsch-russischen Privatschule in Berlin-Marzahn. Dort war ein Feuer am Eingang einer Turnhalle gelegt worden. Die Kriminalpolizei hielt wegen des Kriegs ein politisches Motiv für möglich. dpa

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