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Abwehrsorgen bei Hertha vor Saisonfinale: „Anspannung groß“

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Fußball
Ein Spielball liegt auf dem Rasen. © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Ein Punkt reicht Hertha am letzten Spieltag für den sicheren Klassenverbleib in der Bundesliga - doch der muss beim Vizemeister geholt werden. Die Anspannung ist zurück im Westend und nun gibt es auch noch Personalprobleme.

Berlin - Die Liste der verletzten und angeschlagenen Spieler war so lang, dass Trainer Felix Magath sie vorlesen musste. Besonders in der Abwehr plagen Hertha BSC vor dem entscheidenden Spiel im Bundesliga-Abstiegskampf bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) Personalsorgen. Doch immerhin gibt es Hoffnung, dass einige Spieler doch noch rechtzeitig fit werden könnten. Der erkältete Kapitän Dedryck Boyata habe „heute signalisiert, dass er sich besser fühlt, und er will unbedingt am Samstag mit dabei sein“, sagte Magath.

Neben dem Belgier ist Linus Gechter erkrankt. Auch zwei weitere Optionen in der Verteidigung, Niklas Stark und Marton Dardai, sind nicht einhundertprozentig fit. Dazu fehlten im Training der vergangenen Tage einige weitere Spieler erkrankt oder angeschlagen. Noch ist unklar, wie viele der Genannten am Samstag fehlen werden. „Das waren jetzt auch genug Kranke“, sagte der Coach. Beim angeschlagenen Außenverteidiger Marvin Plattenhardt, unter Magath mit seinen Flanken und Standards ein wichtiger Faktor, zeigte sich der Trainer-Routinier immerhin zuversichtlich für einen Einsatz.

Trotz der Verletzungsprobleme gab sich der 68-Jährige optimistischer als nach der bitteren Heimniederlage gegen Mainz, als die Berliner es verpassten, den Klassenverbleib vorzeitig klarzumachen. „Relegation“ hatte er da in jedes Mikrofon als Berliner Drohkulisse gesprochen - auch um seinen Spielern die Konsequenzen vor Augen zu führen, wie er am Donnerstag sagte.

Er habe schon vor dem Spiel gegen Mainz darauf hingewiesen, dass die Atmosphäre um den Verein angesichts des damals komfortablen Vorsprungs und des Heimspiels etwas zu relaxt gewesen sei. Dem könnten sich Spieler dann mitunter schwer entziehen „Die Anspannung ist jetzt wieder groß, aber das ist auch eine Anspannung, die wir brauchen“, sagte der Trainer.

Die Rechnung für den Tabellen-15. ist klar: Holt das Team beim Vizemeister einen Punkt oder mehr, bleibt Hertha in der Bundesliga. Bei einer Niederlage in Dortmund darf der VfB Stuttgart sein Heimspiel gegen Köln nicht gewinnen. Ansonsten müssen die Berliner wie 2012 in die Relegation.

„Borussia Dortmund ist natürlich klarer Favorit“, sagte Magath über das Spiel seiner Mannschaft. „Aber das bedeutet nicht, dass der Favorit immer gewinnt.“ Sein Team habe seit seiner Ankunft in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht und die Kurve gekriegt. „Als ich hier herkam vor ein paar Wochen, da war im Grunde alles voll Resignation und Hoffnungslosigkeit und wenige haben einen Pfifferling auf uns gegeben“, sagte der 68-Jährige.

„Wir haben das Minimalziel, nämlich nicht direkt abzusteigen, letzte Woche erreicht und jetzt wollen wir natürlich das Maximalziel, den Klassenerhalt zu schaffen, an diesem Wochenende angehen und erreichen“, sagte der Trainer-Routinier. Es gebe allen Grund zur Hoffnung.

Ein Faktor dafür: So schwierig die personelle Lage in der Abwehr ist, in der Offensive stehen dem 68-Jährigen mit Davie Selke, Ishak Belfodil und Stevan Jovetic wieder drei Mittelstürmer zur Verfügung. Auch Marco Richter ist wieder dabei. dpa

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