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Attacke im Auto? Prozess im ersten Anlauf gescheitert

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Justitia (Kriminalgericht Moabit)
Ein Relief über dem Eingang zum Kriminalgericht Moabit stellt die Göttin Justitia mit verbundenen Augen dar. © Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 31 Jahre alten Mannes ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer im ersten Anlauf gescheitert. Das Berliner Landgericht setzte die Hauptverhandlung gegen einen 29-Jährigen, der das Opfer in einem geparkten Auto erstochen haben soll, am Dienstag noch vor Verlesung der Anklage aus. Nachdem sich der Beschuldigte kürzlich gegenüber dem psychiatrischen Sachverständigen geäußert habe, könne das bisherige Gutachten nicht aufrechterhalten bleiben, begründete der Vorsitzende Richter.

Berlin - Der Prozess wegen Totschlags soll am 12. April erneut starten.

Der aus Armenien stammende 29-Jährige soll einen Bekannten im September 2021 attackiert haben. Die Leiche sei kurz nach der Tat in einer Grünanlage im Stadtteil Malchow im Norden Berlins entdeckt worden, teilte die Polizei damals mit. Bei dem Opfer soll es sich um einen aus Syrien stammenden Mann handeln, der zuletzt als Busfahrer gearbeitet habe.

Ein psychiatrischer Gutachter soll zunächst diagnostiziert haben, dass die Steuerungsfähigkeit des 29-Jährigen zum Zeitpunkt der Tat vermutlich vollständig aufgehoben war. Nach den überraschenden Angaben des 29-Jährigen habe der Sachverständige sein Gutachten allerdings ergänzt, hieß es nun. Demnach sei möglicherweise nur noch von einer verminderten Steuerungsfähigkeit auszugehen. dpa

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