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Bobic zu Derby: Keine Angst und Messer zwischen Zähnen

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Stevan Jovetic
Stevan Jovetic in Aktion. © Tom Weller/dpa/Archivbild

Die Spannung steigt - und die Anspannung auch. Hertha BSC hat im Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Union die Chance, zuletzt verlorene Fußball-Reputation zurückzugewinnen. Geschäftsführer Fredi Bobic und Trainer Tayfun Korkut beschwören den Derby-Charakter.

Berlin - Laute Union-Gesänge im Olympiastadion? Und wie zuletzt beim Gastspiel in Köpenick ziemlich leise Hertha-Anhänger? So eine Derby-Schmach kann es laut Tayfun Korkut am Mittwochabend (20.45 Uhr/ ARD und Sky) nicht geben. „Ich glaube nicht, dass das von unseren Fans zugelassen wird, in unserem Stadion. Da bin ich mir sehr sicher“, sagte der Hertha-Trainer. Berlin fiebert seinem Achtelfinale im DFB-Pokal entgegen und vor dem Showdown will auch verbal niemand zurückstecken.

Herthas Sportgeschäftsführer Fredi Bobic meint jedenfalls, dass es keiner besonderen Motivation bedarf. „Eigentlich müsste der Trainer gar nichts sagen. Die müssten eigentlich schon mit den Messern zwischen den Zähnen rausrennen“, sagte der 50-Jährige, der 2018 mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal gewinnen konnte.

Auch wenn der allseits bewunderte Fußball-Emporkömmling Union dem West-Traditionsclub sportlich aktuell den Rang als Nummer eins der Hauptstadt abgelaufen hat, im Olympiastadion sind die Eisernen noch ohne Sieg seit ihrem Aufstieg 2019. „Man muss es mit dem Herzen angehen, weil es ein toller Wettbewerb ist“, fordert Bobic. Und stellte klar: „Angst darfst du nicht haben.“

Natürlich hat der Manager das demütigende 0:2 im November im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei noch nicht vergessen. Damals habe es so ausgesehen, dass man „gefühlt chancenlos gewesen“ sei. Für Korkut, der im Nachklang des letzten Stadtduells auf Pal Dardai als Trainer folgte, spielt die Vergangenheit keine Rolle mehr.

„Damit haben wir uns gar nicht beschäftigt. Es ist ein Derby. Es ist dafür da, um es zu gewinnen“, sagte der Hertha-Coach. Sein eigenes Highlight in einem Stadtduell erlebte Korkut in den 90er Jahren mit einem Kopfball-Tor für Fenerbahce Istanbul gegen Galatasaray. „Den Tag werde ich nicht vergessen“, erinnerte er sich bei der Pressekonferenz am Montag.

Fehlen wird Korkut gegen Union weiterhin Topstürmer Stevan Jovetic. Der Nationalspieler aus Montenegro ist nach seiner Wadenverletzung noch nicht einsatzbereit. Ob Rechtsverteidiger Peter Pekarik nach seiner Corona-Infektion mitspielen kann, war am Montag noch offen. Korkut kann aber auf die zuletzt in der Liga gegen den VfL Wolfsburg (0:0) gesperrten Suat Serdar und Kevin-Prince Boateng bauen. dpa

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