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BR Volleys vor dem Playoff-Finale: „Wollen gut reinkommen“

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Kaweh Niroomand
Kaweh Niroomand spricht. © Andreas Gora/dpa/Archivbild

Seit 1998 kamen die deutschen Meister im Männer-Volleyball immer aus Berlin oder Friedrichshafen. Auch in diesem Jahr treffen die Volleys im Finale auf den Rekordmeister VfB Friedrichshafen - und erwarten einen Gegner, der zusammengewachsen ist.

Berlin - Wieder endet die Volleyball-Saison bei den Männern mit dem Klassiker: Zum neunten Mal in Folge stehen sich Titelverteidiger Berlin Volleys und Rekordmeister VfB Friedrichshafen in den Playoff-Endspielen um die deutsche Meisterschaft gegenüber. Die Auftaktpartie am Samstag (18.30 Uhr) vor eigenem Publikum sieht Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand bereits als Weichensteller. „Gerade das erste Spiel hat enorme Bedeutung. Es geht darum, gut reinzukommen in die Finalserie“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Gespielt wird nach dem Modus Best of Five: Wer zuerst drei Siege hat, ist Meister.

„Einen Favoriten gibt es nicht“, rechnet Niroomand mit einem ausgewogenen Kräfteverhältnis zwischen beiden Teams. Die BR Volleys waren Mitte März nach dem Ausscheiden in der Champions League gegen Itas Trentino in ein kleines Leistungstief gefallen. „Gegen Trento waren wir nahe dran an der Sensation. Klar, dass die Spieler danach körperlich und mental vorübergehend nicht mehr auf der Höhe waren“, sagte Niroomand rückblickend. Doch diese Phase sei nun überwunden.

Friedrichshafen spielte im Verlauf der Saison lange weit unter den Erwartungen. „Ein neuer Trainer, neue Spieler, ein neuer Spielort, dazu Corona - der VfB hat diese Herausforderungen angenommen. Es hat sie zusammengeschweißt. Die Mannschaft tritt als Einheit auf“, sagte Niroomand. Friedrichshafen trumpfte im Halbfinale bei den drei Siegen gegen Düren nicht nur beachtlich auf, sondern bewies in den engen Sätzen auch starke Nerven.

Bereits 13 Mal standen sich die BR Volleys und Friedrichshafen im Meisterschaftsfinale gegenüber. Premiere feierte dieser Final-Dauerbrenner im April 2000. Damals wurde das Team vom Bodensee mit drei Siegen ohne Satzverlust Meister. Doch das Blatt hat sich gewendet. In den acht Finals gegeneinander seit 2013 behaupteten sich die BR Volleys sieben Mal. Sie sind damit auf gutem Weg, Friedrichshafen als Rekordmeister abzulösen. 13 Titelgewinne verzeichnen die Häfler, elf inzwischen die BR Volleys. „Das ist mehr etwas für die Geschichtsbücher“, wiegelt Niroomand ab.

In dieser Saison kreuzten sich die Wege beider Teams bereits fünf Mal. Viermal siegte der Hauptstadtclub. Die einzige Niederlage war allerdings eine besonders schmerzliche: Im Pokal-Halbfinale schieden die Volleys durch eine 2:3-Niederlage beim VfB aus. „Das ist jetzt eher Antrieb als ein Hemmnis für uns“, meint Niroomand. dpa

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