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Fler im Prozess gegen Bushidos Ex-Manager: „Perfektes Team“

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Rapper Fler
Rapper Fler schaut in die Kamera. © Paul Zinken/dpa

Die geschäftliche Trennung von Bushido und dem Berliner Clanchef Arafat A.-Ch. sorgte für Aufsehen in der Hip-Hop-Szene. Ein Musiker-Kollege des mutmaßlich Attackierten wurde nun als Zeuge befragt.

Berlin - Während Bushido als Nebenkläger im Gerichtssaal saß, wurde ein anderer Berliner Rapper als Zeuge aufgerufen: Rap-Musiker Fler ist im Prozess gegen Arafat A.-Ch., den früheren Geschäftspartner von Rapper Bushido, befragt worden. Der 39-jährige Fler schilderte am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin, er habe das Verhältnis der beiden langjährigen Partner im Musikbusiness als sehr eng empfunden. Bushido und der Hauptangeklagte Arafat A.-Ch. seien aus seiner Sicht ein „perfektes Team“ gewesen, sagte Fler, mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky.

Der 45-jährige Arafat A.-Ch. und drei seiner mitangeklagten Brüder müssen sich wegen mutmaßlicher Straftaten zum Nachteil von Bushido verantworten. Den Clanmitgliedern werden Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Laut Anklage soll der 43-jährige Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi, im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein. Die Angeklagten haben bislang in dem seit Sommer 2020 laufenden Prozess geschwiegen.

Rapper Fler erklärte weiter, er selbst sei einst mit beiden Männern befreundet gewesen, seit einigen Jahren allerdings nur noch mit dem Ex-Geschäftspartner von Bushido. Arafat A.-Ch. habe ihm im Zusammenhang mit den strafrechtlichen Vorwürfen gesagt, „dass es Blödsinn ist, eine Lüge“. Es gehe nur um Geld und Immobilien. Fler sagte, er selbst denke, „dass das alles etwas ist, was zivilrechtlich geklärt werden muss“.

Inhalte von Vereinbarungen von Bushido und A.-Ch. seien ihm nicht bekannt, erklärte Fler. Er habe Bushido und dessen damaligen Manager von 2009 bis etwa 2012/2013 auch bei gemeinsamen Touren und Konzerten erlebt. Dann sei es zu einem erneuten Bruch zwischen ihm und seinem Jugendfreund Bushido gekommen. „Es hieß dann, Bushido will um jeden Preis weg.“ Es sei „von großen Zahlen“ die Rede gewesen.

Bushido hatte vor Gericht seine Beziehung zu Arafat A.-Ch. mit einer Zwangsheirat verglichen und erklärt, er habe „unfreiwillige Zahlungen“ über Jahre hinweg über sich ergehen lassen. Aus Angst habe er sich lange gefügt, so Bushido, der an 25 Verhandlungstagen vernommen worden war. Der Musiker und seine Familie stehen unter Personenschutz. Der Prozess gegen Clanchef A.-Ch. wird am 28. Februar fortgesetzt.

Rap-Musiker Fler soll sich derweil in zwei Tagen erneut im Gerichtsgebäude einfinden: Gegen den 39-Jährigen soll am Freitag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten ein Prozess wegen einer Reihe mutmaßlicher Straftaten beginnen. So soll er im März 2020 ein Fernsehteam, das ihn beim Verlassen eines Geschäfts interviewen wollte, angegriffen, bedroht und beleidigt haben. Fler erklärte nun am Rande seiner Zeugenaussage, er werde im anstehenden Prozess aussagen. dpa

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