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Magath geht von Hertha-Relegation gegen HSV aus

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Felix Magath
Cheftrainer Felix Magath von Hertha BSC im Interview. © Andreas Gora/dpa/Archivbild

Hertha-Trainer Felix Magath glaubt nicht mehr an einen Klassenerhalt am letzten Spieltag. Der Trainerfuchs geht von einem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein aus.

Berlin – Nach dem Trainingsauftakt von Hertha BSC in Vorbereitung auf das Finale in der Fußball-Bundesliga war Trainer Felix Magath ganz den Fans zugetan - ein paar Autogramme hier, ein paar Selfies dort. Rund 75 Minuten vorher gestikulierte der 68-Jährige vor seinen Profis rund zehn Minuten lang und schwor sie auf das Spiel bei Borussia Dortmund am Samstag im Signal-Iduna-Park (15.30 Uhr/Sky) zum Teil auch recht lautstark ein, damit seine Mannschaft die aktuelle Situation auch wirklich verinnerliche.

„Es liegt an uns, wir müssen so auftreten wie beim Sieg in Augsburg. Da haben wir gekämpft, haben mit Leidenschaft jeden Zweikampf angenommen, haben 90 Minuten alles rausgehauen. Das erwarte ich jetzt auch in Dortmund“, hatte Magath zuvor der „Bild“ (Dienstag) gesagt.

Die mit 33 Zählern auf dem 15. Tabellenplatz liegenden Berliner müssen in Dortmund mindestens einen Punkt erkämpfen, um der drohenden Relegation sicher aus dem Weg zu gehen. Bei einer Niederlage beim BVB könnte der Tabellen-16. VfB Stuttgart mit einem Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Köln an Hertha dank der besseren Tordifferenz vorbeiziehen.

Nach den zwei vergebenen Matchbällen beim 1:1 in Bielefeld und der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 hofft Magath darauf, in Dortmund wieder die gegen Mainz ausgefallenen Marco Richter und Marvin Plattenhardt einsetzen zu können. Während Flügelspieler Richter wieder im Mannschaftstraining mitmischte, drehte Plattenhardt einsam seine Runden auf dem Schenkendorffplatz.

Auch Stürmer Stevan Jovetic und Vladimir Darida, der die Einheit am Sonntag vorzeitig abbrechen musste, waren am Dienstag dabei. Auf dem Programm stand nach Muskeltraining und Lockerungsübungen zunächst eine Spielform drei gegen drei mit Torabschluss, später spielten neun gegen neun – und das recht eifrig, so dass Magath nach dem Training ein Smiling Face in die Fan-Kameras halten konnte.

Dabei dürfte dem gebürtigen Aschaffenburger der Ärger über die vergebenen Chancen auf den Klassenerhalt das Lächeln nicht leicht fallen, auch wenn er selbst sagt, dass er sich vom ersten Tag an mit der Relegation beschäftigt habe. Sieben Punkte in den drei Spielen vor dem Mainzer Auftritt hätten eventuell auf einen neuen Trend hingedeutet. Doch der enttäuschende Auftritt gegen Mainz hatte wieder Herthas andere Seite gezeigt - an der schon Pal Dardai und Tayfun Korkut gescheitert waren.

Der Schach-Liebhaber Magath, der im Vorfeld des Duells des Tabellen-15. aus Berlin beim Tabellenzweiten die Ausgangslage als nicht rosig beschrieb, denkt deshalb weitere Züge voraus und sieht sein Team für eine Relegation „gut präpariert und vorbereitet“. Auch der frühere Hertha-Kapitän Axel Kruse glaubt nicht mehr an die Rettung, sondern stellte sich in einem Podcast des rbb auf die „Relegation gegen Darmstadt oder den HSV“ ein.

Magath geht dagegen ganz klar vom Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein aus, den er vor 39 Jahren mit seinem Treffer gegen Juventus Turin zum Pokal der Landesmeister gemacht hatte. Der Kontakt riss nie ab. „Ich habe den HSV in dieser Saison oftmals spielen sehen, da kann uns nichts mehr überraschen“, meinte Magath. dpa

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