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Vor Gericht: Paar attackiert und Frau vergewaltigt?

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Gegen zwei junge Männer, die ein Paar in einem Hinterhof brutal attackiert haben sollen, hat am Landgericht Berlin der Prozess begonnen. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung, besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Die 18- und 21-Jährigen sollen im August 2021 eine damals 18-jährige Frau vergewaltigt und auf ihren Freund niedergeschlagen haben.

Berlin – Der jüngere Angeklagte wies die Vorwürfe zu Beginn der Verhandlung am Donnerstag zurück. Er habe niemandem etwas getan, erklärte er.

Die Angeklagten waren zehn Tage nach dem mutmaßlichen Übergriff festgenommen worden und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Ob sich der 21-Jährige zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen. Der Prozess wird am 8. Februar fortgesetzt.

Zunächst sollen die Angeklagten und das Paar gemeinsam gefeiert haben. Am frühen Morgen sei es dann zu sexuellen Berührungen gekommen, die die 18-Jährige abgewehrt habe. Ihr Nein hätten die Angeklagten nicht akzeptiert und sie dennoch berührt. Als ihr Freund auf die Situation aufmerksam wurde und eingreifen wollte, sei er mit einem Teleskopschlagstock geschlagen und mit Fäusten verletzt worden. Anschließend sei die 18-Jährige vergewaltigt worden. Zudem hätten die mutmaßlichen Täter ihr und ihrem Freund Wertgegenstände gestohlen.

Der jüngere Angeklagte erklärte, er habe ein „reines Gewissen“. Es sei ein „fröhliches Beisammensein“ gewesen. Sie hätten viel Alkohol getrunken und auch Drogen konsumiert. Er sei irgendwann eingenickt. Der 21-jährige Angeklagte und die Frau hätten sich zuvor „zärtlich vergnügt“. dpa

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