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Warum Comedian Till Reiners Olaf Scholz Klasse findet

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Ein Spaziergang mit Comedian Till Reiners
Till Reiners, Moderator und Comedian, geht während eines Spaziergangs durch den Bezirk Eimsbüttel. © Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Der Comedian Till Reiners hält den neuen Bundeskanzler aus beruflicher Sicht für interessant. Auf die Frage, wer aus der Politik die besten Steilvorlagen liefere, sagte der 37-Jährige, da müsse sich jemand für den neuen Andy Scheuer, den früheren Verkehrsminister, noch warm laufen. „Aber Olaf Scholz finde ich schon erst mal ganz große Klasse. Man dachte ja, man kann bei Angela Merkel keinen mehr draufsetzen, dass sie jeglichen Diskurs zerstört.“

Berlin - Aber bei Scholz merke man noch eine diebische Freude dabei, dass er einfach gar nicht mehr auf Fragen antworte. Das mache ihn schon etwas aggressiv, sagte Reiners. „Und das ist ganz gut. Ein bisschen Grundaggression braucht man, um auf die Bühne zu gehen.“

Ist an dem Klischee der unpolitischen Jüngeren etwas dran? „Ich tue mich schwer damit, für meine Generation zu sprechen“, sagte Reiners der Deutschen Presse-Agentur. Bei ihm sei es nicht so. „Und ich habe viele Freundinnen und Freunde, die sehr politisch sind. Die Zeit schreit ja danach, sich für Politik zu interessieren.“ Er merke es bei den „heute-show“-Nummern im Netz, dass die Leute auf eine Einordnung Lust hätten und sich sehr für Politik interessierten. Sie guckten halt vielleicht nicht mehr die „Tagesschau“, so der Comedian.

Reiners wird in der Satire-Mix-Show von 3sat der Nachfolger von Sebastian Pufpaff. Das erste Mal moderiert er seine „Happy Hour“ mit wechselnden Gästen in der Berliner Kulturbrauerei am 20. März. dpa

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