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Weitere prominente Zeugen in „NSU 2.0“-Prozess erwartet

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Frankfurter Landgericht
Ein Wappen mit dem Hessen-Löwen ist in einem Gerichtssaal des Frankfurter Landgerichts an der Wand befestigt. © Arne Dedert/dpa

Im Prozess um die „NSU 2.0“-Drohschreiben sind für heute (ab 9.15 Uhr) weitere prominente Zeugen geladen worden. Darunter befinden sich nach Angaben des Landgerichts Frankfurts die ZDF-Moderatoren Jan Böhmermann und Maybrit Illner. Absagen sind allerdings möglich, etwa aus gesundheitlichen Gründen, wie es in dem Verfahren zuletzt einige Male vorgekommen war.

Frankfurt/Main - Vergangenen Donnerstag hatten der Journalist Deniz Yücel und der Fernsehmoderator Christian Ehring ausgesagt - auch sie hatten Mails mit Todesdrohungen erhalten.

In dem Verfahren wirft die Staatsanwaltschaft einem 54-Jährigen aus Berlin unter anderem Beleidigung in 67 Fällen, versuchte Nötigung und Bedrohung vor. Die Serie der Drohschreiben hatte im August 2018 mit Todesdrohungen gegen die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz und ihre Familie begonnen. Die Schreiben waren mit „NSU 2.0“ unterzeichnet - in Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

Unter den Adressaten waren Privatpersonen und Personen des öffentlichen Lebens sowie Behörden. Besonders häufig betroffen und heftigen Beleidigungen und Drohungen ausgesetzt waren Frauen, die öffentlich engagiert und erfolgreich sind. Der Angeklagte hat bestritten, die Schreiben verfasst zu haben. dpa

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