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Widerstand und Angriffe auf Polizei: Mehr Beamte betroffen

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Demonstrant bedroht Polizisten
Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen streckt einem Polizisten seine Fäuste entgegen. © Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Die Stimmung bei Demonstrationen und anderen Einsätzen sei aggressiver geworden, berichten Polizisten. Immer mehr von ihnen geben an, Opfer von Straftaten geworden zu sein.

Berlin - Die Zahl der Berliner Polizisten, die mit Widerstandshandlungen konfrontiert waren oder angegriffen wurden, ist erneut gestiegen. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 8569 Polizeibeamte, wie der Senat auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Frank Balzer antwortete. Im Jahr 2020 wurden 7505 Polizisten als Opfer von derartigen Straftaten registriert.

Rund 5200 Polizisten mussten sich bei Kontrollen oder Festnahmen mit dem Widerstand der Verdächtigen, die um sich schlugen oder versuchten, sich mit Gewalt loszureißen, auseinandersetzen. Knapp 2400 Polizisten waren Opfer von Angriffen, 475 erlitten Körperverletzungen und knapp 370 wurden bedroht.

Diese Zahlen der betroffenen Polizisten sind eine andere Kategorie als die Zahl der Fälle von Widerstand gegen und Angriffen auf Polizisten. 2020 hatte es 3685 solcher Fälle gegeben, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 2019 bedeutete. Die Zahl für 2021 lag zunächst noch nicht vor.

Auch bei der Feuerwehr wurden 128 Feuerwehrleute gezählt, die vor allem Opfer von Angriffen wurden. Dazu kamen 113 Sanitäter anderer Rettungsdienste, die angegriffen, bedroht oder verletzt wurden.

Der Anstieg im Jahre 2020 hatte auch etwas zu tun mit den vielen Corona-Demonstrationen, bei denen aggressive Teilnehmer gegen die Polizei vorgingen. Das könnte auch 2021 wieder so gewesen sein. Aber auch bei den zahlreichen linksextremen Demonstrationen rund um den 1. Mai oder Räumungsterminen von Häusern wurde die Polizei häufig angegriffen.

Der CDU-Innenpolitiker Frank Balzer sprach von einem bedenklichen Anstieg. „Misstrauenskampagnen, wie wir sie leider im Zusammenhang mit dem rot-rot-grünen Anti-Diskriminierungsgesetz erleben mussten, haben sicher nicht den respektvollen Umgang gefördert. Wir müssen Polizei und Feuerwehr den Rücken stärken, sie müssen und sollen sich zu jeder Zeit auf uns verlassen können.“ dpa

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