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„WirWerdenLaut“: Schülersprecher übergeben Petition

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Petitionsübergabe von „#WirWerdenLaut“
Tobias (l) und Anjo stehen vor einer Petitionsübergabe vor dem Bildungsministerium. © Christophe Gateau/dpa

Einen besseren Schutz vor der Corona-Pandemie in Schulen haben Schülervertreter bei einem Treffen mit Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) gefordert. Die Situation in den Schulen sei unerträglich geworden, heißt es in der Online-Petition der Initiative „WirWerdenLaut“, die bis Freitag von mehr als 134.000 Unterstützern unterschrieben wurde.

Berlin - Zwei Berliner Schülersprecher überreichten die Unterschriftenlisten auf einem USB-Stick am Freitagnachmittag bei dem Gespräch mit Stark-Watzinger in ihrem Ministerium.

Die Initiatoren der Petition warnen, es sei davon auszugehen, dass die aktuelle Corona-Welle nicht die letzte ist und fordern Vorbereitungen für den Herbst und die Zeit danach. Zu den Erstunterzeichnern der Anfang Februar gestarteten Petition gehören mehr als 100 Schülervertreter aus ganz Deutschland. Einer der Initiatoren ist Anjo Genow, Schulsprecher am Otto-Nagel-Gymnasium in Berlin-Biesdorf, der zu dem Gespräch mit der Bildungsministerin eingeladen war.

Begleitet wurde er vom Schulsprecher des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Berlin-Lichtenberg, ​​Tobias Westphal. „Wir stehen akut vor dem Problem, dass die Schulen überlastet sind und die Situation so schlimm ist wie noch nie“, sagte Westphal. „Wir haben jeden Tag in fast jeder Lerngruppe positive Tests. Und die Schülerinnen und Schüler leben mit der Angst, sich selbst und ihre Familien anzustecken.“ Für viele sei es inzwischen schwer, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.

Westphal sagte, der Bund sei in der Pflicht, etwa bei der Ausstattung der Schulen mit Luftfiltergeräten weitere Gelder zur Verfügung zu stellen. Dass die Infektionszahlen in absehbarer Zeit sinken könnten, ist aus seiner Sicht kein Grund zu Entwarnung: „Keiner weiß, wie sich die Pandemie weiterentwickeln wird.“ Anjo Genow sagte nach dem Treffen, das Gespräch mit der Ministerin habe deutlich länger gedauert als geplant. Inhaltlich habe es an vielen Punkten Übereinstimmung gegeben. Und es sei vereinbart worden, im Austausch zu bleiben.

Die Initiative verlangt unter anderem Luftfiltergeräte für alle Unterrichts- und Aufenthaltsräume, kleinere Lerngruppen, die Aufhebung der Präsenzpflicht und mehr Unterstützung für Kinder im Distanzunterricht. Außerdem setzt sie sich für PCR-Pool-Tests statt Schnelltests, kostenlose FFP2-Masken für alle Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte sowie eine Aufstockung des pädagogischen und schulpsychologischen Personals ein. dpa

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