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Barley zu Öl-Embargo: Europa muss unabhängiger werden

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Europatag in Guben
Katarina Barley (SPD), Vizepräsidentin des EU-Parlaments, spricht beim Europatag in Guben. © Andreas Franke/Europäische Union/dpa

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley (SPD), hat mit Blick auf den Ukraine-Krieg und das geplante Embargo von russischem Öl ein höheres Tempo bei der Energiewende angemahnt. „Es ist klar geworden: Wir müssen unabhängig werden nicht nur von den fossilen Energien, sondern eben auch von Staaten, mit denen wir eigentlich keine Geschäfte machen wollen“, sagte Barley der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Guben - Katar und Saudi-Arabien seien keine gute Alternative. Barley war als EU-Spitzenpolitikerin zu Gast bei einem grenzüberschreitenden Fest zum Europatag in Guben und Gubin.

Auch in anderen Industriebereichen brauche es mehr Unabhängigkeit, etwa im Digitalisierungsbereich. „Wir müssen zusehen, dass wir diese ganzen Techniken auch in Europa ansiedeln“, sagte Barley. „Wir können uns ja auch nicht ewig darauf verlassen, dass zum Beispiel in den USA vernünftige Leute regieren, das haben wir auch schon gesehen.“

Im EU-Streit um das Öl-Embargo gibt es derweil weiter keine Einigung. Der Knackpunkt sind Ausnahmen für einige Staaten, die in besonderem Maße von russischem Öl abhängig sind. Eine nächste Verhandlungsrunde der ständigen Vertreter der Staaten wurde für Sonntag angesetzt, wie die französische EU-Ratspräsidentschaft auf Twitter mitteilte. dpa

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