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Barrieren: Härtel kritisiert Pläne der Schulbauoffensive

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Thomas Härtel
Thomas Härtel, Präsident Landessportbund (LSB) Berlin, gestikuliert. © Michael Hundt/dpa/Archivbild

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin (LSB), hat angesichts der Pläne der Berliner Schulbauoffensive vor einer Ausschließung von Menschen mit Behinderung gewarnt. „Diese neuen doppelstöckigen Sporthallen bedeuten neue Barrieren“, sagte Härtel und spielte auf die störanfälligen Aufzüge in den Hallen an, die für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine Teilnahme am Sport verhindern könnten.

Berlin - Bis zu 43 Schulen sollen nach den Plänen mit kompakten Sporthallen des Typs „k“ doppelstöckiger Bauweise entstehen, teilte der LSB am Donnerstag mit.

Eine umfangreiche Mängelliste haben die Aktiven mit Behinderung gemeinsam mit dem LSB und dem Netzwerk Sport und Inklusion bereits erarbeitet. Der Senat begründet dagegen die Bauweise mit Kosteneinsparungen sowie geringerem Platzbedarf, was der LSB nachvollziehen kann. Allerdings sollte dann berücksichtigt werden, dass die Sanitärräume im Untergeschoss vorgesehen werden anstatt wie bisher im ersten Stock.

Härtel erinnert daran, dass der Senat in der vergangenen Wahlperiode den Bau von zwei inklusiven Sporthallen pro Bezirk beschlossen hätte. „Die Pläne für Inklusionssporthallen liegen vor, jetzt müssen Senat und Bezirke diese auch endlich umsetzen.“ Angesichts der im Jahr 2023 in Berlin ausgetragenen Special Olympics World Games, dem größten internationalen Sportevent im Inklusionssport, sieht Härtel das Land Berlin gefordert: „Es wäre ein Armutszeugnis für uns als Sportmetropole, wenn in der Zwischenzeit im Sport der Ausschluss von Menschen mit Behinderung zementiert wird.“ dpa

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