1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Brandenburg

Bildungsministerin empfiehlt Schulabgängern Berufspraktika

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD)
Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bildungsministerin in Brandenburg,lächelt. © Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) empfiehlt noch unentschlossenen Schulabgängern in Brandenburg Angebote zur beruflichen Orientierung in den Sommerferien wahrzunehmen. Dazu könne man sich die Beratungsangebote der Jugendberufsagenturen und der Kammern nutzen, sagte Ernst der Deutschen Presse-Agentur. Mit beiden Einrichtungen arbeite das Ministerium im Rahmen der Landesstrategie berufliche Orientierung zusammen.

Potsdam - „Zu empfehlen auf dem Weg zum Ausbildungsberuf sind Praktika im Sommer, um einen ersten Einblick in einen Ausbildungsberuf und Ausbildungsbetrieb zu bekommen“, sagte Ernst. Dies sei auch für Schüler, die erst im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, über die Praktikumsbörsen der Kammern möglich.

Es gebe rund 320 duale Ausbildungsberufe, teilte das Ministerium mit. Für 180 dieser Ausbildungen gebe es auch ein Angebot in Brandenburger Berufsschulen. Die Azubis in den anderen 140 Ausbildungsberufen müssen in anderen Bundesländern zur Schule gehen.

Neu in Brandenburg sei ab dem kommenden Schuljahr am Oberstufenzentrum Oder-Spree in Fürstenwalde die Ausbildung für die Werksfeuerwehren, so das Bildungsministerium. Angesichts großer Industrieansiedlungen wie der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla sei Nachwuchs für die Werksfeuerwehren zunehmend gefragt. Ab dem kommenden Schuljahr wird auch die Ausbildung zum Hauswirtschafter oder zur Hauswirtschafterin an Brandenburger Berufsschulen angeboten.

In der schulischen Ausbildung in Vollzeit werde es im kommenden Schuljahr zum zweiten Mal eine Klasse für angehende gestaltungstechnische Assistenten am Oberstufenzentrum Potsdam geben, so das Ministerium weiter. Dieser Beruf, bei dem es um Konzepte für Druckerzeugnisse oder Webseiten geht, erfreue sich wachsender Beliebtheit bei Jugendlichen. Zunehmend gefragt sei auch die Ausbildung zum Sozialassistenten an 28 beruflichen Schulen. Sie sind in der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und beeinträchtigten Menschen tätig und können sich weiter zum Erzieher qualifizieren.

Nach Angaben des Bildungsministeriums gab es zum Ende des Schuljahres 2021/22 rund 21.000 Schulabgänger. Diese Zahl sei seit Jahren stabil. Etwa die Hälfte von ihnen beginne nach der Schule eine Ausbildung. dpa

Auch interessant

Kommentare