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Brandenburger Kommunen haben Impfangebote zurückgefahren

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Corona-Impfung
Eine Frau wird bei einer Impfaktion gegen Corona geimpft. © Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

Erst gab es Corona-Impfzentren in Brandenburg, dann übernahmen die Praxisärzte. Weil die Nachfrage nach dem Schutz stieg, öffneten kommunale Impfstellen - doch die Zahl der Impfungen geht zurück.

Potsdam/Prenzlau - Die Kommunen in Brandenburg haben ihre Corona-Impfstellen angesichts geringerer Nachfrage zurückgefahren. In Potsdam existiert neben einem Impfbus noch eine kommunale Impfstelle statt zuvor drei Stellen. In Prenzlau (Landkreis Uckermark) gibt es nach Angaben des Landes zwei Impfstellen, und Cottbus setzt nur noch auf Impfungen bei den Ärzten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt hat Brandenburg laut Gesundheitsministerium noch 36 Impfstellen - die meisten mit fünf im Landkreis Oberhavel - und zwei Impfbusse in Potsdam und im Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Zunächst waren 13 große Corona-Impfzentren in Brandenburg vom Land und von den Kassenärzten organisiert worden. Die letzten zwei Impfzentren schlossen Ende September in Prenzlau und Eberswalde (Kreis Barnim). Dann übernahmen mehr als 1700 ambulant tätige Ärzte und bis zu 35 mobile Impfteams in kommunaler Verantwortung die Impfungen. Wegen zwischenzeitlich gestiegener Nachfrage richteten Kommunen wieder Impfstellen ein.

In Potsdam gibt es noch eine kommunale Impfstelle auf dem Gelände der Stadtverwaltung. Die 3000 Quadratmeter große Metropolishalle ist seit Ende Februar als Impfstelle geschlossen, die Schinkelhalle seit Ende März. „Wenn wir große Hallen zur Verfügung stellen für etwa 70 Impfungen pro Tag, lohnt sich das nicht“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Seit Karfreitag dient die Metropolishalle als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine mit mehr als 300 Schlafplätzen. Die Halle war im vergangenen Jahr Impfzentrum, später überregionale Impfstelle. Die überregionale Impfstelle im Flughafen Schönefeld schloss ebenfalls Ende Februar.

Die Stadt Cottbus hat gar keine überregionale Impfstelle mehr in der Messe. Es sei kein Bedarf mehr vorhanden, sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann. „Die Impfungen laufen komplett über Hausärzte und Fachärzte.“ Die Messehalle beherbergte zunächst das Impfzentrum bis zum vergangenen Jahr, ab Dezember eine überregionale Impfstelle. Als auch dieses Angebot Ende März endete, diente die Halle zwischenzeitlich als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine.

In Prenzlau gibt es nach Angaben des Landes zwei feste Impfstellen im Kultur- und Plenarsaal und in einer Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das Impfzentrum in einer Sporthalle ist seit dem Herbst geschlossen. „Sie wird wieder als Turnhalle genutzt“, sagte Stadtsprecherin Anett Hilpert. Einen Impfbus gibt es dort nicht mehr.

Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium 1041 zusätzliche Impfungen innerhalb eines Tages. Vor einem halben Jahr (22. Oktober) waren es noch 4329 Impfungen. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Brandenburg 2497 neue Coronainfektionen innerhalb eines Tages. dpa

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