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9-Euro-Ticket: Beermann fordert Investitionen im Nahverkehr

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9-Euro-Ticket
Reisende stehen am Bahnhof Gesundbrunnen am Bahnsteig und warten auf ihren Zug. © Joerg Carstensen/dpa/Symbolbild

Nach dem Start des 9-Euro-Tickets hat Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) mehr Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gefordert. „Die gestiegene Auslastung des ÖPNV seit dem Start des 9-Euro-Tickets und die Spitzen über Pfingsten zeigen ganz deutlich: Wenn dauerhaft mehr Menschen den ÖPNV nutzen sollen, reicht es nicht aus, an Tarifschrauben zu drehen“, sagte Beermann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Potsdam - „Wir brauchen nicht noch mehr Apps, wir brauchen Investitionen in die Hardware: Schienen und Fahrzeuge.“

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich nach dem Run auf Nahverkehrszüge über das Pfingstwochenende für praktische Nahverkehrs-Apps und einfachere Tarife ausgesprochen. Einheitliche Tarife und Verkehrsverbund-übergreifende Angebote seien auch für die Kundinnen und Kunden ein echter Mehrwert, sagte er.

„Bevor die Bundesregierung den Ländern neue Hausaufgaben aufgibt, sollte sie ihre eigenen machen und den Deutschlandtakt voranbringen“, entgegnete Beermann. Mit dem Deutschlandtakt sollen der Fern- und Regionalzugverkehr auf der Schiene gestärkt werden. Damit die Länder ihre Aufgaben erledigen könnten, müsse der Bund endlich die Regionalisierungsmittel deutlich erhöhen, forderte der Minister.

Brandenburg habe wegen der erwartbaren hohen Auslastung im Sommer zusätzliche Ausflugszüge in Richtung Ostsee und unter anderem mehr Sitzplätze für den Regionalexpress RE7 zur Landesgartenschau in Beelitz und nach Dessau bestellt. Zudem gebe es zusätzliche Züge auf mehreren S-Bahn-Strecken sowie ab Ende Juni acht statt bisher vier Wagen auf der S2 von und nach Bernau. Weitere Zusatzangebote würden derzeit geprüft, so das Ministerium. dpa

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