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IG Metall wirbt um Tesla-Beschäftigte

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Tesla
Fahrzeuge des Models 3 stehen vor der Tesla Fabrik. © Ding Ting/XinHua/dpa/Archivbild

Der neue große Industrie-Arbeitgeber in Brandenburg weckt die Hoffnung auf zahlreiche neue Mitglieder. Das Werben um die Beschäftigten setzt für die Gewerkschaft ein Zeichen über Tesla hinaus.

Berlin - Die IG Metall will möglichst viele Beschäftigte der neuen Fabrik des Autobauers Tesla in Grünheide vertreten. „Wir haben ein Büro ganz in der Nähe des Werksgeländes geöffnet und stehen den Arbeitnehmern für Fragen jedweder Art zur Verfügung“, sagte die IG-Metall-Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Birgit Dietze, der Deutschen Presse-Agentur. Als Themen nannte sie Vorstellungsgespräche, Arbeitsverträge oder den Arbeitsalltag bei Tesla. „Wir unterstützen natürlich auch die Betriebsratswahl. Und wir stehen für gewerkschaftliche Fragen zur Verfügung: Entgelt, Dauer der Arbeitszeit, Schichtfragen und so weiter.“

Künftig sollen etwa 12.000 Mitarbeiter in Grünheide bis zu 500.000 Elektroautos im Jahr bauen, der Produktionsstart wird für Anfang des Jahres erwartet. Nach Erkenntnis der Gewerkschaft waren bis Weihnachten 1800 Beschäftigte eingestellt. „Wir gehen davon aus, dass die erste Produktionsstufe mit etwa 6000 Beschäftigten anlaufen wird.“

Rund um das Werk werde sich weitere Industrie ansiedeln, sagte Dietze. „In Bezug auf die Transformation ist es erforderlich, die Beschäftigten mitzunehmen“, betonte sie. „Wir sind nicht die Dinosaurier des Industrie-Zeitalters, sondern schauen fortschrittlich nach vorn. Wir mischen uns aktiv in die Fragen der industriepolitischen Gestaltung ein.“

Sollte es eines Tages zu Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Tesla kommen, wäre ein Streitpunkt schon absehbar. Nach ihren Erkenntnissen solle ein Teil des Tesla-Entgelts über Aktienoptionen erzielt werden, sagte Dietze. „Optional on top zu einem gesicherten Tarifstandard wie dem der Tariflandschaft der Metall- und Elektroindustrie hätten wir keinen Einwand“, erklärte die Gewerkschafterin. „Was aber nach Einschätzung unserer Mitglieder generell nicht geht ist, dass Teile des Entgelts so durchflexibilisiert sind, dass der Beschäftigte nicht genau weiß: Was kommt denn am Ende des Monats oder des Jahres für mich raus?“ dpa

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