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KMK-Präsidentin strebt keine Luftfilter in allen Schulen an

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Schule
Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. © Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), hält eine Ausstattung mit Luftfiltern in allen Schulen unter Verweis auf Experten nicht für tauglich. „Wir halten uns an die Empfehlungen des Umweltbundesamtes, die eine flächendeckende Ausstattung aller Klassenzimmer mit Luftfiltern nicht für sinnvoll halten, weil wir am Lüften nicht vorbeikommen“, sagte die Brandenburger Bildungsministerin der Zeitung „Prignitzer“ (Mittwoch).

Potsdam - „Wenn Schulträger in Abstimmung mit Eltern der Auffassung sind, mehr Geräte aufstellen zu wollen, steht ihnen das selbstverständlich frei.“ Elterninitiativen dringen auf mehr Luftfilter gegen das Coronavirus.

Die Kultusminister der Länder beraten am Donnerstag und Freitag über den Einbau von Luftfiltern, aber auch über den Stand der Digitalisierung in den Schulen. Auf die Frage, ob der Bund mehr Schulpolitik übernehmen müsse, sagte die Bildungsministerin: „Wir freuen uns über mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik. Ich sehe aber, dass wir vor allem mit den Schulträgern, also den Kommunen, zu einer größeren Verständigung kommen müssen.“ Schule ist in Deutschland Ländersache, der Bund gibt aber seit 2019 Geld für die Digitalisierung der Schulen.

Die amtierende KMK-Präsidentin ist mit dem SPD-Politiker Olaf Scholz verheiratet. Sie bekräftigte, dass sie Bildungsministerin in Brandenburg bleiben möchte, falls Scholz Kanzler wird. „Ich fühle mich weiterhin sehr wohl bei dem Gedanken, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg zu sein“, sagte Ernst. „Und ich bin es gewohnt, mit einem Mann verheiratet zu sein, der ein aktiver Politiker ist. Und daran wird sich auch nichts ändern.“ dpa

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