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Kritisch, unbequem, wichtig: Vogel würdigt 30 Jahre BUND

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Axel Vogel
Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Brandenburger Minister für Landwirtschaft, spricht. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Zum 30-jährigen Bestehen des BUND hat der Brandenburger Umweltminister Axel Vogel (Grüne) die Arbeit der Umweltschützer im Land gewürdigt. Der Verband sei eine treibende gesellschaftliche Kraft für ökologische Erneuerung und nachhaltige Entwicklung, erklärte Vogel am Samstag anlässlich der in Potsdam stattfindenden Landesdelegiertenversammlung und Feierstunde des Verbandes.

Potsdam - „Der BUND ist ein Schwergewicht in unserer pluralistischen Verbändelandschaft - er stellt sich seit Jahrzehnten gegen die Umwelt- und Naturzerstörung, er ist kritisch und unbequem und gerade deshalb so wichtig.“

Der 1991 in Brandenburg gegründete Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz engagiert sich den Angaben zufolge in der Umweltbildung, Jugendarbeit und politischen Aufklärung. Der anerkannte Naturschutzverband ist bei verschiedensten Projekten auch Partner des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.

Als Beispiele des Engagements verwies das Ministerium unter anderem auf die Wiederherstellung von Mooren mit Wiedervernässungsprojekten - beispielsweise im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Das Vorhaben „Alleskönner Moor“ wurde 2019 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Vogel hob auch das Engagement der Umweltschützer gegen die Massentierhaltung hervor. Durch ein Volksbegehren des vom BUND mitgetragenen Aktionsbündnisses Agrarwende gebe es in Brandenburg unter anderem einen hauptamtlichen unabhängigen Tierschutzbeauftragten, der den Tierschutzplan zur Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere begleitet.

Der Verband gründete auch ein länderübergreifendes Klagebündnis mit, um die polnischen Pläne zum Oderausbau zu stoppen und die Gefährdung des Nationalparks Unteres Odertal abzuwenden. Die Oder ist eine der letzten weitgehend natürlichen Flüsse Europas. dpa

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