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Mehr Arbeit für Suchtberatungsstellen

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Suchtberatung
Broschüren mit dem Aufdruck „Suchtfrei leben“. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf den Alkoholkonsum ausgewirkt? Suchtberatungsstellen melden einen Anstieg bei Beratungen. Ein Selbsttest kann helfen, das eigene Trinkverhalten einzuschätzen.

Potsdam - Wie oft trinken Sie Alkohol? Wenn Sie Alkohol trinken, wie viele Gläser trinken Sie dann pro Tag? Nach Angaben von Suchtberatungsstellen in Brandenburg ist der Informationsbedarf in den vergangenen Monaten gestiegen. Erste Studien hätten gezeigt, dass die Corona-Pandemie vor allem für diejenigen, die schon vorher riskant Drogen konsumiert hätten, die Sucht verschlimmert habe, sagte Andrea Hardeling, Geschäftsführerin der Landesstelle für Suchtfragen.

„Häufig kommt so eine Veränderung viel verzögert in den Beratungsstellen an. Sucht ist immer noch ein Stigma“, sagte Hardeling der dpa.

Was kann ich tun, wenn ich den Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren kann? Hardeling rät dazu, das eigene Trinkverhalten erst einmal mit einem Selbsttest zu überprüfen. Den gibt es zum Beispiel auf der Internetseite www.selbsthilfealkohol.de. Auch könne man sich selbst kritisch fragen: Wie schwer fällt es mir, dem Alkohol zu entsagen? Kann ich wirklich einfach so den Konsum einstellen?

Suchtberatungsstellen gibt es in vielen Regionen Brandenburgs. Teilweise werde Beratungen auch online angeboten, wie beispielsweise auf der Internetseite des Tannenhof Berlin-Brandenburg. dpa

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