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Minister: Für Solarenergie-Anlagen keine Wälder roden

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Brandenburgs Umweltminister Vogel
Axel Vogel steht auf einer Wiese in einem Moorgebiet. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die Flächen zur Gewinnung von Solarenergie sollen in Brandenburg deutlich ausgeweitet werden - Wälder sollen dafür aber nicht abgeholzt werden. Das sagte Landesumweltminister Axel Vogel (Grüne) am Mittwoch dem Sender RBB-Inforadio. Es gebe genug Flächen dafür außerhalb von Wäldern. Bäume für Solarenergieflächen zu fällen sei „völlig absurd“. Die Wälder würden benötig, um Kohlendioxid natürlich zu binden und müssten daher erhalten werden.

Potsdam - Eine Firma aus Niedersachsen hatte laut dem RBB entsprechende Pläne. Umweltminister Vogel kündigte an, dafür nötige Genehmigungen abzulehnen.

Vogel sagte weiter, sinnvoller seien Solarenergieanlagen hoch über Ackerflächen (Agri-Photovoltaik-Anlagen). Darunter könne dann weiter angebaut werden. „Damit profitieren ja sowohl die Landwirtschaftsbetriebe, die eine zusätzliche Einnahmequelle haben, als auch wir insgesamt, weil wir mehr erneuerbaren Strom zur Verfügung haben.“

Bei Photovoltaik wird Sonnenlicht mit Hilfe von Anlagen, auf freien Flächen oder Hausdächern, in Strom umgewandelt. Nach jüngsten Angaben sind in Brandenburg 55 578 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 4,6 Gigawatt installiert. 30 Prozent davon befinden sich auf Hausdächern und 70 Prozent auf freier Fläche. Der Anteil von Photovoltaik an der Brutto-Stromerzeugung lag 2019 in Brandenburg bei sieben Prozent, am Brutto-Stromverbrauch bei 17,3 Prozent. Daneben spielen vor allem Windkraft und Biomasse eine Rolle. Bis 2040 soll die Stromerzeugung aus Sonnenlicht fast verdreifacht werden und mindestens zwölf Gigawatt Leistung erreichen. dpa

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