1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Brandenburg

Ministerium: Wiederöffnung von Impfzentren nicht notwendig

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Impfung
Eine Spritze wird vor den Schriftzug „Impfung“ gehalten. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Das Land Brandenburg plant derzeit nicht, Impfzentren wieder zu eröffnen. „Wir sehen dafür keine Notwendigkeit, sondern setzen wie andere Bundesländer auf ambulante und mobile Impfstrukturen“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Montag auf Nachfrage. Das Problem sei nicht die Organisation von Impfungen, sondern dass sich immer weniger Menschen impfen ließen.

Potsdam - Die Situation sei nicht vergleichbar mit der Situation zum Start der Impfkampagne, sagte Hesse weiter. Damals habe es einen Mangel an Impfstoffen gegeben, die Lagerungs- und Transportbedingungen seien anspruchsvoll gewesen. Zudem habe es eine starke Priorisierung beim Impfen gegeben und noch sehr wenig Erfahrung mit den Impfstoffen. Das habe Impfzentren damals erforderlich gemacht, erläuterte er. Wie bei allen anderen Schutzimpfungen auch übernähmen jetzt niedergelassene Ärzte, ärztliche Einrichtungen und Betriebsärzte die Corona-Schutzimpfungen vollständig. Auch die Drittimpfungen werden vor allem von den niedergelassenen Ärzten im Rahmen der Regelversorgung durchgeführt. Das sei „der beste und schnellste Weg“.

Zusätzlich zu den Impfungen durch niedergelassene Ärzte sind in Brandenburg weiterhin mobile Impfteams im Einsatz, wie das Ministerium mitteilte. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember seien dafür in den Kreisen und kreisfreien Städten zusätzliche Mittel in Höhe von etwa 3,9 Millionen Euro veranschlagt. Damit sollen weiterhin niedrigschwellige Impfaktionen vor Ort ermöglicht werden. Pflegeeinrichtungen, die Schwierigkeiten haben, selbst niedergelassene Praxen für Impfungen zu finden, sollen bei den Auffrischungsimpfungen unterstützt werden. Nach einer aktuellen Abfrage aller stationären Pflegeeinrichtungen haben 99 Prozent bereits Termine für Auffrischungsimpfungen vereinbart. dpa

Auch interessant

Kommentare