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Prozess 22 Jahre nach Banküberfall: Erinnerungslücken

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Knapp 22 Jahre nach einem bewaffneten Banküberfall auf eine Frankfurter Bankfiliale muss sich ein mutmaßlicher Mittäter vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt dem zwischenzeitlich 50 Jahre alten Mann zur Last, das Geldinstitut im Stadtteil Eschersheim im Juli 2000 gemeinsam mit zwei oder drei Komplizen überfallen und eine Beute von rund 180.

Frankfurt/Main - 000 D-Mark (93.000 Euro) gemacht zu haben. Um ihrer Forderung nach Geld Nachdruck zu verleihen, sollen die Männer Bankpersonal und Kunden mit Schreckschusswaffen und einer Bombenattrappe bedroht haben (AZ 3370 Js 239385/18).

Anschließend gelang den Räubern die Flucht. Die Polizei sicherte am Tatort gentechnische Spuren - ein Spezialkommando hatte zuvor festgestellt, dass es sich bei der Bombe um eine Attrappe gehandelt hatte. Danach verlor sich die Spur der Täter. Erst 2018 wurde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens in einer anderen Straftat in Brandenburg ein DNA-Treffer erzielt, der den Angeklagten in Zusammenhang mit dem Frankfurter Fall brachte. Kurze Zeit später kam er in Untersuchungshaft. Zwei Jahre später wäre die Sache verjährt gewesen.

Am ersten Verhandlungstag schwieg der Angeklagte sowohl zu seinen persönlichen Verhältnissen als auch zu dem Vorwurf der schweren räuberischen Erpressung. Mehrere Zeugen, die damals in der Schalterhalle der Bank anwesend waren, hatten Erinnerungslücken. Auch über die Höhe des erbeuteten Betrages herrscht offenbar noch Unklarheit. Die Strafkammer hat vorerst drei weitere Verhandlungstage bis Ende März terminiert. dpa

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