1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Brandenburg

Prozess gegen ehemaligen KZ-Wachmann in andere Halle verlegt

Erstellt:

Kommentare

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Das Eingangstor mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. © Kristin Bethge/dpa-Zentralbild/dpa

Der Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann des Konzentrationslagers Sachsenhausen wird in eine andere Halle verlegt: Statt wie geplant in der Veranstaltungshalle „Stahlpalast“ wird das Verfahren in einer Sporthalle in Brandenburg/Havel stattfinden. Das teilte die Sprecherin des Landgerichts Neuruppin, Iris le Claire, am Montag mit. Dies gelte für den Prozessauftakt und alle folgenden Verhandlungstage.

Brandenburg/Havel/Neuruppin - Hintergrund sei, dass beim Einbau von Technik Fragen zur Bausicherheit aufgetreten seien, die zunächst geklärt werden müssten.

Wie ein Sprecher des Justizministeriums in Potsdam auf Anfrage bestätigte, wird das Verfahren nun in der Sporthalle der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel geführt. Die Sporthalle befinde sich außerhalb des Gefängnis-Geländes.

Dem 100 Jahre alten Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft vor, während seiner Zeit im Nazi-Lager von 1942 bis 1945 Beihilfe zur grausamen und heimtückischen Ermordung von Lagerinsassen geleistet zu haben - es geht um Mord in 3518 Fällen. Der Prozess vor dem Landgericht Neuruppin war aus organisatorischen Gründen nach Brandenburg/Havel verlegt worden. Er beginnt an diesem Donnerstag. dpa

Auch interessant

Kommentare