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Sabotage an Wasserleitungen: Leag erhöht Sicherheitsvorsorge

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Braunkohletagebau Jänschwalde
Ein Schaufelradbagger trägt Erde im Braunkohletagebau Jänschwalde ab. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Nach der Beschädigung von Wasserleitungen des Tagebaus Jänschwalde und einem Brand in der Nähe des Kraftwerks hat der Betreiber Leag die Sicherungsmaßnahmen an den Betriebsanlagen erhöht. Dies sei in Abstimmung mit der Polizei erfolgt, teilte Leag-Sprecher Thoralf Schirmer am Dienstag mit. Einzelheiten nannte er mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.

Cottbus - Über die Vorfälle hatte zuvor der rbb berichtet. Das Unternehmen rechnet Schirmer zufolge mit weiteren „Sabotageangriffen“, da zu diesen in einem mutmaßlichen Bekennerschreiben auf Indymedia aufgerufen werde.

„Wir müssen uns darauf einrichten“, so der Sprecher. Nach Angaben von Betriebsratschef Uwe Schütze gibt es immer wieder Sachbeschädigungen an den Betriebsanlagen in Jänschwalde.

Von Schreiber auf der linksradikalen Internetseite Indymedia.org heißt es unter anderem, dass man wisse, dass solche Aktionen den Tagebau nicht stoppen könnten. Die Hoffnung sei aber, dass die extrem hohen Kosten es irgendwann unmöglich machten, den Betrieb fortzusetzen, „wenn wir ihn nur oft genug stören.“

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen Sachbeschädigung, nachdem Unbekannte am 24. April Grubenwasserleitungen des Tagebaus massiv beschädigt hatten, wodurch es zu starkem Wasseraustritt kam. Zuvor hatte es am Ostersonntag in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde auf einem Stück Ödlandfläche gebrannt. Bei Annäherung des Wachschutzes hätten sich unbekannte und teilweise vermummte Menschen vom Ort entfernt, berichtete der Leag-Sprecher.

Auch hier laufen Ermittlungen. Die Polizei schließt nach eigenen Angaben Brandstiftung nicht aus. In beiden Fällen konnten Täter bislang nicht ermittelt werden. dpa

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