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Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg erreicht 1000er-Marke

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Corona-Test
Ein Patient lässt vor einer Arztpraxis einen Abstrich für einen Corona-Test machen. © Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild

In Brandenburg steigen die Corona-Zahlen rasant an. Auch am Sonntag wird bei der Sieben-Tage-Inzidenz ein Wert von mehr als 1000 erreicht.

Potsdam - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg legt weiter zu. 1076,1 Ansteckungen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag. Am Vortag lag der Wert bei 1023,9, vor einer Woche bei 573,2. Der bundesweite Wert betrug 806,8. In Berlin lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1483,8.

Allein in Potsdam meldete das Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden 397 neue Fälle. Landesweit wurden am Sonntag 2959 neue Ansteckungen registriert. Am Vortag waren es 5445 und vor einer Woche 446. Am Wochenende können Zahlen allerdings verzögert gemeldet werden.

Elf Kommunen überschritten bei der Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bereits den dritten Tag infolge den kritischen Wert von 750. Sie gelten damit als Hotspot-Regionen. Dort gilt oder gelten bald nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Diskotheken, Clubs und ähnliche Einrichtungen müssen schließen, Festivals sind untersagt. Im Kreis Oberhavel gelten seit Samstag nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

404 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung werden laut Gesundheitsministerium derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Davon liegen 94 auf der Intensivstation, 74 von ihnen müssen beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt mit 3,52 im gelben Bereich. Am Vortag lag der Wert bei 3,60 und vor einer Woche bei 2,88. Der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten liegt bei 12,2 Prozent - und damit ebenfalls im gelben Bereich. Die meisten Infektionen treten den Angaben zufolge bei den 5- bis 9-Jährigen sowie den 10- bis 14-Jährigen auf.

In den Geschäften ist es nach Angaben des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg bislang nicht zu Personalengpässen aufgrund steigender Corona-Fallzahlen gekommen. „Hygiene, das ist unser zweiter Vorname“, sagte der Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen der dpa. Der Verband hatte seinen Verbandsmitgliedern in Berlin und Brandenburg angeboten, im Ernstfall einen Mitarbeitertausch zu organisieren. Dafür sollte Personal aus anderen Geschäften beispielsweise in Lebensmittelläden und Drogerien umverteilt werden können, damit der systemrelevante Handel nicht wegen Personalmangels schließen muss.

Bislang haben die rund 100 Mitglieder aber keinen Bedarf angemeldet, wie Busch-Petersen sagte. „Wir stehen weiterhin bereit.“ Einzelne Geschäfte meldeten einen höheren Krankenstand, aber den könne man noch intern ausgleichen. dpa

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