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„Staatenbummler“ sind wieder da: Kranichwoche beginnt

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Kraniche fliegen über das Poldergebiet an der Westoder
Kraniche fliegen über das Poldergebiet an der Westoder. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die majestätischen Vögel sammeln sich wieder: Im Nationalpark Unteres Odertal beginnt an diesem Freitag die Kranichwoche (1.10-10.10). In dieser Zeit können die Vögel aus allen möglichen Perspektiven beobachtet werden, etwa bei einer Kanu-Tour oder Exkursionen mit Kleinbussen zu den Rastplätzen, wie Nationalparkleiter Dirk Treichel berichtet. Geheimtipp seien Ausflüge am Morgen, wenn die Kraniche von ihren Schlafplätzen starten.

Criewen - Das große Kranichfest findet am kommenden Samstag (2. 10) in der Gemeinde Mescherin statt. Das ganze Dorf ist Treichel zufolge eingebunden.

Mescherin liegt im Nationalpark Unteres Odertal. Gerade im Herbst gibt es dort gute Bedingungen, die Vögel zu beobachten. Viele Kraniche ziehen derzeit vom Baltikum und dem östlichen Europa oder auch aus Skandinavien zu ihren Winterquartieren nach Spanien und Nordafrika. Einen Zwischenstopp legen die „Staatenbummler“, wie der Nationalparkleiter sie spaßhaft nennt, im Unteren Odertal ein. Etwa 2000 Kraniche sammeln sich zur Zeit im Norden des Nationalparks. Die Strecken und Rastgebiete werden Treichel zufolge von den Altvögeln an den Nachwuchs weitergegeben. Etwa 50 Kranichbrutpaare gibt es seit Jahren.

Zuletzt machte Trockenheit den Kranichen zu schaffen. Im vergangenen Jahr waren die Bruterfolge deshalb sehr gering, berichtet der Ökologe. Aus Schutz vor Feinden wie etwa Füchsen oder Marderhunden brüten Kraniche in Auenlandschaften oder feuchten Wiesen. In diesem Sommer habe es mehr geregnet. Der in den Vorjahren stark gesunkene Grundwasserspiegel habe sich aber noch nicht erholt, schätzt er ein. dpa

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