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Weihnachtsrummel in Berlin trotz steigender Infektionszahlen

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Corona-Tests
Eine Laborantin sortiert Proben. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Zwei Jahre mussten viele Weihnachtsmarkt-Fans auf den gemeinsamen Glühwein warten. In Berlin Lichtenberg ist es an diesem Wochenende so weit - trotz steigender Infektionszahlen.

Berlin - Ungeachtet steigender Corona-Infektionszahlen hat in Berlin am Freitag die Saison der Weihnachtsmärkte begonnen. Auf dem „Winterzauber Berlin“ im Ortsteil Lichtenberg schlenderten die Menschen am Freitagabend mit Zuckerwatte und Bratwurst zwischen Karussellen und Glühweinständen. Sicherheitsleute kontrollierten, ob alle ihre Maske trugen. Geöffnet ist der Rummel bis 19. Dezember. Nach und nach starten auch andere Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt - insgesamt etwa 50.

Die Veranstalter in Lichtenberg zeigten sich zufrieden mit dem Beginn. „Alle sind gut gelaunt. Die Schausteller sind froh, dass sie wieder da sind und arbeiten dürfen“, sagte Veranstalterin Carmen Blume. Der Markt öffnete bereits am frühen Nachmittag. Bis zum Abend zählten die Veranstalter mehr als 2000 Besucher. Den frühen Start Anfang November begründeten sie damit, dass so ein entzerrter Betrieb möglich ist - also das erwartete Interesse der Besucher über einen längeren Zeitraum gestreckt wird. „So können mehr Leute ohne Stress durch Nähe den Weihnachtsmarkt erleben“, erklärten die Organisatoren.

Auf dem Markt gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln. In die Restaurants dürfen nur geimpfte und genesene Menschen (2G). Rund 2000 Besucher gleichzeitig sind auf dem Markt erlaubt. Auch am Eingang wurden alle darum gebeten, eine Maske aufzusetzen. An den Ständen und in den Restaurants seien die Standbetreiber für die Einhaltung der Regeln verantwortlich, hieß es. Nach Angaben der Veranstalter ist dies Berlins ältester Weihnachtsmarkt mit rund hundertjähriger Tradition.

In der vergangenen Woche hatte der Senat eine Maskenpflicht für Weihnachtsmärkte beschlossen. Allerdings gilt die nicht für Märkte, deren Betreiber auf die 2G-Regel setzen. Dann haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt sowie Kinder unter zwölf Jahren, für die bislang keine Impfungen angeboten werden. Hinzu kommen Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Die Veranstalter der Zitadelle Spandau und am Gendarmenmarkt wollen auf ihren Märkten die 2G-Regel gelten lassen. Am Breitscheidplatz soll 3G gelten (geimpft, genesen oder getestet).

Angesichts der deutlich gestiegenen Zahl der Corona-Fälle in Berlin werden weitere einschränkende Maßnahmen wahrscheinlicher. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 180. Von Donnerstag auf Freitag kamen 1560 bestätigte Neuinfektionen hinzu. Die RKI-Statistik verzeichnete zehn weitere Todesfälle. dpa

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