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Bremer Haushalt 2021: Mehr Steuerneinnahmen als erwartet

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Viele Eurobanknoten stecken in einer Geldbörse. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Das Bundesland Bremen hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie einen deutlichen Einnahmeschub verzeichnet. Vor allem die Steuern sprudelten kräftiger als erwartet. Von den Gesamteinnahmen in Höhe von rund 5,7 Milliarden Euro entfielen 3,2 Milliarden Euro auf Steuern, und damit rund 300 Millionen Euro mehr als vorangegangene Schätzungen nahegelegt hatten, wie Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) am Dienstag in der Senatssitzung mitteilte.

Bremen - Allerdings schloss das kleinste deutsche Bundesland auch 2021 mit einem Finanzierungsdefizit ab: Unterm Strich habe das Bundesland im Vorjahr 81 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Deutlich weniger als die 824 Millionen Euro, die bei Haushaltsaufstellung geplant waren. Das Defizit entstand durch die notwendigen Mehrausgaben zur Pandemiebekämpfung und Abmilderung der Krisenfolgen. Ohne die Pandemie hätte Bremen auch 2021 die schwarze Null erreicht, so Strehl.

Auf den Stadtstaat gerechnet - der in Bremen die beiden Kommunen Bremen und Bremerhaven sowie das Land umfasst - beliefen sich die Gesamteinnahmen den Angaben zufolge auf rund 7,3 Milliarden Euro. Davon ergaben sich knapp 5 Milliarden Euro aus Steuern. „Ein erheblicher Anteil der deutlich höheren Steuereinnahmen hängt mit Steuernachzahlungen zusammen, die im Jahr 2020 gestundet und nun im Jahr 2021 nachgezahlt wurden“, erläuterte Strehl.

Auf Stadtstaat-Ebene lagen die Ausgaben bei rund 7,4 Milliarden Euro. Davon gab der Stadtstaat 954 Millionen Euro für die Pandemiebekämpfung und die Abmilderung der Krise aus. Der Großteil des Geldes kam dabei von Bund. Aus dem kreditfinanzierten „Bremen Fonds“ wurden im vergangenen Jahr 437 Millionen Euro aufgewendet, um der Pandemie zu begegnen. dpa

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