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Frau stirbt durch Sturz von Motorhaube: Mann vor Gericht

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Eine Mutter von zwei Kindern ist in Bremen durch den Sturz von der Motorhaube eines fahrenden Autos ums Leben gekommen. Am Steuer saß ihr Mann, der sich seit Dienstag wegen Totschlags vor Gericht verantworten muss. Sie habe nach einem Streit versucht, ihren Mann am Wegfahren zu hindern, sagte der Staatsanwalt.

Bremen - Doch der Mann habe beschleunigt und sei etwa 50 Meter „mit hoher Geschwindigkeit“ gefahren, bis die Frau von der Kühlerhaube rutschte und mit dem Kopf aufschlug. Der 38-jährige Angeklagte habe ihren Tod „billigend in Kauf genommen“ (Az 21 Ks 250 Js 47727/21). Bei dem Sturz am 21. Juli vergangenen Jahres erlitt die 28-Jährige schwere Schädel- und Hirnverletzungen und starb am 5. August im Krankenhaus.

„Ich hatte niemals die Absicht, meine Frau zu töten. Wir haben zusammen zwei Kinder“, ließ der Angeklagte aus Pakistan über seinen Anwalt erklären. „Ich wollte nur aus der Situation heraus.“ Er bestätigte, dass es vorher einen Streit gegeben habe. Dabei sei es um ein Smartphone gegangen, das seine Frau nutzen wollte, aber ihm gehörte. Er habe das Telefon aus dem Fenster geworfen.

Dann habe er wegfahren wollen. „Richtig ist, dass ich das Fahrzeug gefahren habe. Seine Frau habe sich an ihm und am Auto festgehalten. „Sie saß sozusagen seitlich auf der Motorhaube.“ Der Angeklagte bestritt aber, dass er hochgeschaltet und beschleunigt habe. Für den Prozess hat das Landgericht Termine bis Mitte Februar vorgesehen. dpa

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