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Gastronomie, Clubs und mehr: Erstes Bundesland zieht für März geplante Corona-Lockerungen vor

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Von: Franziska Konrad

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Das RKI meldet erneut eine niedrigere Neuansteckungsrate. Nun ist auch absehbar, wann der an Omikron angepasste Impfstoff wohl kommt. Der News-Ticker.

Update vom 18. Februar, 8.53 Uhr: Entspannt sich die Corona-Lage in Deutschland oder sind die Lockerungen eine Gefahr? Gesundheitsminister Karl Lauterbach informiert mit RKI-Vizepräsident Schaade über die aktuelle Situation. Lauterbach sieht vor allem in der geringen Impfquote der über 60-Jährigen ein Problem. 12 Prozent davon seien noch nicht geimpft. Auch Schaade mahnt, das Coronavirus würde nicht mehr verschwinden. Michael Meyer-Hermann, Leiter der Abteilung Systemimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, war auch bei der Pressekonferenz – hier zum Nachlesen – am Freitag dabei. Meyer-Hermann sagt: „Es gibt Licht am Ende des Tunnels.“

Gastronomie, Clubs und mehr: Erstes Bundesland zieht für März geplante Corona-Lockerungen vor

Update vom 17. Februar, 14.43 Uhr: Laut jüngstem MPK-Übereinkommen ist dieser Schritt eigentlich erst für den 4. März vorgesehen. Doch das Land Baden-Württemberg geht schon Mitte kommender Woche eine Warnstufe zurück - und öffnet damit etwas schneller als im Bund-Länder-Beschluss vorgesehen.

Die Verordnung werde in der kommenden Woche im Kabinett erneut angepasst, sagte eine Regierungssprecherin in Stuttgart der dpa. Es werde damit ab Mittwoch oder Donnerstag (23./24.Februar.) weitere Lockerungen geben. „Das betrifft etwa die privaten Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungen, Messen, Gastronomie, Clubs und Diskotheken“, sagte die Sprecherin.

Zwei leere Gläser Bier stehen auf dem Tresen einer Bar in Warendorf in NRW.
Baden-Württemberg will bereits in der letzten Februarwoche Corona-Maßnahmen lockern - etwa im Nachtleben. © Guido Kirchner/dpa

Corona: Biontech nennt Datum für Auslieferung von Omikron-Impfstoff

Update vom 17. Februar, 12.32 Uhr: Wer auf einen an Omikron angepassten Impfstoff wartet, hat jetzt einen Zeitrahmen. Der Biontech*-Gründer Ugur Sahin rechnet im April oder Mai mit einer Auslieferung des von ihnen hergestellten, zugeschnittenen Vakzins.

Zunächst müsse die europäische Arzneimittelbehörde EMA noch auf zulassungsrelevante Daten warten, sagte der Unternehmer an diesem Donnerstag bei „Bild live“. Der Impfstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer ist auf mRNA-Basis. Biontech könne, falls nötig, auch Impfstoffe* gegen neue Corona-Varianten herstellen, fügte Sahin* hinzu.

Biontech-Gründer Ugur Sahin bei der Verleihung des „Deutschen Zukunftspreis 2021“ in Berlin.
Biontech-Gründer Ugur Sahin (Archivbild) © Political-Moments/Imago

„Leider viel zu niedrig“: RKI twittert aktuelle Corona-Impfquote in Deutschland

Update vom 17. Februar, 11 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus sind nun drei Viertel der deutschen Bevölkerung grundimmunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag haben mindestens 62,4 Millionen Menschen oder 75 Prozent der Bevölkerung einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind. „Diese Quote ist leider viel zu niedrig, um Schutzmaßnahmen weitgehend abzuschaffen. Lasst euch deshalb bitte impfen/boostern, wenn ihr die Möglichkeit habt“, schrieb das RKI auf Twitter. Von den am Mittwoch verabreichten 175.000 Impfdosen führten 40.000 zu einer Grundimmunisierung - 122.000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen gespritzt.

Insgesamt haben 46,5 Millionen Personen (55,9 Prozent) mindestens eine Auffrischungsimpfung erhalten. Eine Impfdosis haben 63,3 Millionen Menschen oder 76,2 Prozent der Bevölkerung bekommen. 19,8 Millionen Menschen sind ungeimpft. Das entspricht 23,8 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Corona in Deutschland: RKI meldet mehr als 230.000 Infektionen - Inzidenz sinkt weiter

Update vom 17. Februar, 5.50 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1385,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1401,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1465,4 (Vormonat: 528,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 235.626 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 247.862 Ansteckungen.

Die Zahlen haben allerdings im Moment nur begrenzte Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen - die Infektion fließt damit nicht in die offizielle Statistik ein.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 261 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 238 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,04 an (Dienstag: 5,9). Darunter sind auch Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Medizinische Maske
Ein Mund-Nasenschutz liegt im Regen auf der Strasse. © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Corona in Deutschland: Das wurde beim Gipfel beschlossen

Update vom 16. Februar, 18.41 Uhr: Nach monatelangen Corona-Beschränkungen in Deutschland kommen weitgehende Lockerungen in gut vier Wochen in Sicht. Gewisse Absicherungen sollen aber auch im Frühling noch bleiben. Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten vereinbarten am Mittwoch einen Plan für schrittweise Öffnungen bis hin zu einem möglichen Ende aller einschneidenden Auflagen am 20. März. Auch danach soll aber ein „Basisschutz“ mit Maskenpflichten in Innenräumen, Bussen und Bahnen sowie mit Tests möglich sein. Dafür wird eine bundesweite Rechtsgrundlage angestrebt.

Corona-Gipfel: Schrittweise Lockerungen

Konkret sollen nun im ersten Schritt Beschränkungen für Geimpfte und Genesene wegfallen. Für sie sollen private Zusammenkünfte wieder „ohne Begrenzung der Teilnehmendenzahl“ möglich sein, wie es im Beschluss heißt. Die in vielen Ländern schon aufgegebene Zugangsregel nur für Geimpfte und Genesene (2G) im Einzelhandel soll bundesweit entfallen, vorgeschrieben bleiben sollen aber medizinische Masken.

In einem zweiten Schritt soll ab 4. März der Zugang zur Gastronomie und Hotellerie nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch schon mit einem negativem Test (3G) möglich werden. Bei Großveranstaltungen auch im Sport sollen mehr geimpfte oder genesene Zuschauer (2G) zugelassen werden können als bisher - drinnen maximal 6000 Menschen, draußen höchstens bis zu 25 000 Menschen.

In einem dritten und letzten Schritt zum 20. März sollen dann „alle tiefgreifenderen“ Maßnahmen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Zuvor wollen Scholz und die Ministerpräsidenten am 17. März erneut zusammenkommen. Der Kanzler machte deutlich, dass er mit Blick auf die Öffnungsschritte nichts von Begriffen wie „Freedom Day“ hält. Sie wären dem Ernst der Lage nicht angemessen.

Ministerpressekonferenz: Scholz wirbt für Corona-Impfungen

Scholz warb in der Ministerpressekonferenz erneut eindringlich für mehr Impfungen und die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht. Sie werde genau dann notwendig sein, wenn das Wetter wieder kälter werde und Infektionen wieder zunehmen könnten. Dies wird in dem Beschluss auch von den Ministerpräsidenten bekräftigt. Scholz nannte als Ziel, dass die Pflicht zum 1. Oktober greifen sollte. Dies sieht ein Entwurf von Abgeordneten aus den Ampel-Fraktionen für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren vor.

Corona in Deutschland: Saarland hebt Kontaktnachverfolgung auf

Update vom 16. Februar, 14 Uhr: Der saarländische Landtag hat die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten aufgehoben. Das Parlament beschloss am Mittwoch in Saarbrücken einstimmig eine Änderung des entsprechenden Gesetzes. In Hotels, Restaurants und Kinos beispielsweise müssen jetzt keine Kontaktdaten mehr angegeben werden. In der Begründung des Gesetzes heißt es, angesichts der hohen Zahl von täglichen Neuinfektionen und der beschränkten Kapazitäten der Gesundheitsämter sowie des guten Schutzes von geboosterten Personen solle die Kontaktnachverfolgung aufgehoben werden.

Landesgesundheitsministerin Monika Bachmann betonte, eine vollständige Aufhebung aller Maßnahmen sei derzeit noch „undenkbar“. Es sei aber „absolut richtig“, über Öffnungsperspektiven zu beraten. Die geltenden Maßnahmen müssten fortwährend auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft werden. Immer noch seien Schutzmaßnahmen erforderlich. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Commerçon sagte, die Corona-Pandemie sei keineswegs schon endgültig vorbei. Die Maskenpflicht beispielsweise sei nach wie vor sehr sinnvoll.

Update vom 16. Februar, 13.50 Uhr: Eine 35-Jährige hat starke Symptome. Die junge Mutter liegt krank im Bett – mit einer zweiten Corona-Infektion. Dabei ist sie geimpft, geboostert und eben auch genesen. Wie kann das sein?

Corona in Deutschland: Impftempo zieht wieder minimal an

Update vom 16. Februar, 12.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland ist wieder etwas gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch wurden am Dienstag rund 179.000 Impfdosen verabreicht und damit deutlich mehr als am Vortag (106.000). Der Wert ist damit ähnlich wie Freitag vergangener Woche (193.000).

Davon führten rund 43.000 Dosen zu einer Grundimmunisierung, für die meist zwei Spritzen nötig sind. Der Großteil von rund 122.000 Dosen entfiel auf Auffrischungsimpfungen. Den Grundschutz haben damit rund 74,9 Prozent der Bevölkerung (62,3 Millionen Menschen). Mindestens 55,7 Prozent (46,3 Millionen) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung.

Mindestens eine Impfdosis haben 76,1 Prozent (63,3 Millionen) bekommen. 23,9 Prozent der Bevölkerung sind ungeimpft, 19,8 Millionen Menschen. Für 4 Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie unter fünf Jahren sind.

Update vom 16. Februar, 11.30 Uhr: Der Bund-Länder-Gipfel des deutschsprachigen Nachbarlandes ist ebenfalls am 16. Februar. Vorab soll ein Öffnungsplan für den März durchgesickert sein.

Ursprungsmeldung vom 16. Februar 2022: Berlin - Gute Nachrichten zum Start in den Mittwoch: Die bundesweite Inzidenz ist den vierten Tag in Folge gesunken. Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Omikronwelle wirklich bricht. Das RKI meldet am Morgen einen Wert von 1401,0. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser noch bei 1437,5. Allerdings liefern diese Zahlen derzeit nur eine begrenzte Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind.

Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter - Lauterbach vorsichtig optimistisch

Aber auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wir haben den Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht“, bekräftigt der SPD-Politiker. „Mit ihren Nachwirkungen müssen wir allerdings noch eine Weile leben.“

Vor der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz* hat er sich daher gegen ein komplettes Zurückfahren der Corona*-Auflagen gewandt. Es solle mehr möglich bleiben als Maske und Abstand. Es sei Zeit für Lockerungen mit Augenmaß, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es sei Zeit für Lockerungen mit Augenmaß, betont Lauterbach gegenüber der dpa. Nötig sei aber weiter die Möglichkeit für schnelles und flexibles Reagieren auf die Pandemie. „Das Virus verschwindet nicht von heute auf morgen.“

Corona-Lockerungen: Lauterbach stellt klar - „Komplett zurückfahren können wir Auflagen nicht“

Für Lauterbach ist klar: „Die Länder brauchen ein größeres Corona-Besteck.“ Auch in der Gesetzgebung müsse man sich auf ein Leben mit Corona einstellen. Inzwischen steckten sich weniger Personen mit dem Virus an. „Aber die Zahl der Klinikeinweisungen wird noch mehrere Tage in die Höhe gehen“, warnt der SPD-Politiker. „Darüber hinaus ist der Anteil der älteren Infizierten gestiegen, ihr Schutz ist aber besonders wichtig.“

Der Minister betonte: „Bisher sind wir gut durch diese Welle gekommen, auch im Vergleich zu anderen betroffenen Ländern in Europa.“ Nun sei die Zeit gekommen, um mit Augenmaß zu lockern. Aber: „Komplett zurückfahren können wir die Corona-Auflagen nicht.“

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