1. Startseite
  2. Deutschland

Corona-Regeln in Deutschland: Das ändert sich im März

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Patrick Huljina

Kommentare

Im März stehen in Deutschland einige Lockerungen bei den Corona-Regeln an. Die Maßnahmen und weitere bundesweite Änderungen im Überblick.

München - Die Omikron-Variante des Coronavirus hat in Deutschland für Rekordzahlen gesorgt. Die Sieben-Tage-Inzidenz und die Zahl der täglichen Neuinfektionen waren so hoch wie nie. Doch der Höhepunkt der Omikron-Welle ist inzwischen überschritten: die Corona-Zahlen sinken seit etwa Mitte Februar wieder. Im März stehen nun einige Lockerungen und Veränderungen bei den Corona-Regeln an.

Corona-Regeln in Deutschland: 2G fällt in vielen Bereichen – „Basisschutz“ ab 20. März

Ab 4. März wird die 2G-Regel in der Gastronomie und in Hotels bundesweit flächendeckend auf 3G abgeschwächt. Darauf hatten sich Bund und Länder bei einem Corona-Gipfel Mitte Februar geeinigt. Auch Ungeimpfte können dann wieder zum Essen gehen oder in einem Hotel übernachten, sofern sie einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Strengere Zugangs-Regeln gelten allerdings weiterhin für Besuche in Diskotheken und Clubs.

Bund und Länder haben außerdem den Wegfall der meisten Corona-Auflagen ab dem 20. März vereinbart. Alle tiefgreifenden Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus sollen dann aufgehoben werden. Demnach läuft dann auch die Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte aus. Die Unternehmen können das Modell jedoch weiter anbieten. Nach dem 20. März sollen bundesweit nur noch sogenannte „Basisschutz“-Maßnahmen in bestimmten Bereichen gelten. Darunter fallen wohl Regeln wie die Maskenpflicht – über die genaue Ausgestaltung muss der Bundestag allerdings noch beraten. Lauterbach befürchtet aber eine Sommer-Welle.

Karl Lauterbach (SPD, l), Bundesminister für Gesundheit, redet vor der Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung im Paul-Löbe-Haus mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Gesundheitsminister Lauterbach und Kanzler Scholz haben beim Corona-Gipfel im Februar Lockerungen beschlossen. (Archivbild) © Britta Pedersen/dpa

Corona-Regeln im März: Einrichtungsbezogene Impfpflicht und Bonuszahlungen - das ändert sich

Eine weitere Änderung im März ist die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ab dem 15. März müssen Beschäftigte in den Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs nachweisen, dass sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Erfasst von der Regelung sind auch Mitarbeiter von Tageskliniken, Rettungsdiensten, Arztpraxen und sozialpädagogische Zentren. Die Teil-Impfpflicht soll dem Schutz besonders vulnerabler Gruppen dienen, ist zugleich aber umstritten. In Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beispielsweise einen Sonderweg angekündigt.

Auch für Unternehmen gibt es im März eine Corona-Änderung. Firmen, die ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus bis zu 1500 Euro zur Abmilderung der Pandemie-Folgen zukommen lassen wollen, müssen sich beeilen. Die entsprechende Regelung läuft nämlich zum 31. März aus.

Die Entwicklung der Corona-Lage in Deutschland ist vor dem März-Beginn insgesamt erfreulich. Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, mahnte jedoch weiter zur Vorsicht. Ein mögliches „Worst-Case-Szenario“ wäre eine Kombination aus der Delta- und Omikron-Variante, die eine neue Welle auslöst. In Großbritannien meldete eine Behörde am Wochenende bereits weitere „Deltakron“-Fälle. (ph mit dpa und afp)

Auch interessant

Kommentare