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60 Prozent der Kliniken müssen wegen Corona Operationen verschieben

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Von: Martina Lippl

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Chirugen stehen im OP (Symbolfoto).
Chirugen stehen im OP (Symbolfoto). © Jose Luis Carrascosa/imago

Auch große Krankenhäuser in Deutschland sind wegen der Corona-Pandemie am Limit. Nach Angaben eines Ärzteverbands sei in einigen Bereichen auch die Notfallversorgung gefährdet.

Berlin – Die Inzidenz in Deutschland sinkt, dagegen bleibt die Situation in den Krankenhäusern ist weiter angespannt. Wegen coronabedingter Personalausfälle und vieler Covid-Patienten ist ein Großteil der deutschen Krankenhäuser nach Angaben des Verbands der leitenden Krankenhausärzte (VLK) überlastet. Aus Sicht der Kliniken seien an vielen Stellen die Hotspot-Kriterien erfüllt.

„In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden“, sagte VLK-Verbandspräsident Michael Weber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). In sechs von zehn Kliniken würden Personaluntergrenzen beim Pflegepersonal unterschritten. In drei von zehn Kliniken müssten Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Kliniken.

Corona-Lage in Deutschland: Notfallversorgung bereits in zwei von zehn Kliniken gefährdet

In der VLK-Umfrage gaben demnach 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen seien weiter von Patienten mit einer Coronainfektion belegt.

Angesichts der „angespannten Situation“ kritisierte der VLK die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und der zunehmende politische Streit gefährdet die Versorgungslage“, so Weber in einer Pressemitteilung.

Die Corona-Lage führe auch finanziellen Einbußen der Krankenhäuser: „In dieser Situation können die Kliniken weiter deutlich weniger Patienten behandeln. Die dadurch entstehenden Einnahmeverluste müssen durch eine Verlängerung des Rettungsschirms ausgeglichen werden“, fordert der VLK-Präsident Weber von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. (ml/afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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