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Hitze-Glocke rollt über Deutschland - nach der „Sahara-Schelle“ folgt Donner-Alarm

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Von: Yasina Hipp

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Spanien und Portugal erleben derzeit schon eine heftige Hitzewelle. Diese wandert nun über Frankreich in Richtung Deutschland. Am Wochenende wird es richtig heiß!

Wiesbaden - Der Blick auf die Wettervorhersage im Smartphone oder im Fernsehen verrät es bereits: am Wochenende wird es deutschlandweit richtig heiß. Vor allem im Osten, Westen und Süden erwarten Wetter-Experten Rekord-Temperaturen von knapp 40 Grad. Grund für diese extreme Hitze Ende Juni: eine gewaltige Hitzekuppel oder ein so genannter „Heat Dome“, der derzeit über Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs liegt. Zum Wochenende erreicht die Hitzekuppel dann auch Deutschland. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net bezeichnet die Extremhitze als „echten Sahara-Outbreak“. Wetter.de schreibt von der „Sahara-Schelle“. Wie lange uns hierzulande die Luft aus der Wüste erhalten bleibt, ist noch unklar. Die Wettermodelle unterscheiden sich dabei deutlich.

Wetter: Noch nie 40 Grad im Juni

Über die Dauer der Hitze sind sich die Klimamodelle noch nicht einig, wohl jedoch über die Intensität. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für Samstag für Westen und Südwesten Höchstwerte von bis zu 37 Grad an. Dominik Jung sieht sogar 40 Grad auf Deutschland zu kommen. Und das wäre, dem Experten zufolge, ein Allzeit-Rekord. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen habe es in Deutschland im Juni noch nie 40 Grad gegeben. Zuletzt sorgte erst der März wieder für einen neuen Rekord.

Zwei Modelle zeichnen derzeit die Möglichkeiten ab, wie lange die Hitze Europa zum Schwitzen bringt:

Meteorologe warnt vor blitzintensiven Gewittern mit Starkregen

Beim zweiten Modell kann der rasche Luftmassenwechsel zu heftigen Gewittern führen. Warum, erklärt Meteorologe Björn Alexander bei wetter.de: „Diese extrem heißen Luftmassen gepaart mit entsprechender Feuchtigkeit haben immer auch ein hohes Unwetterpotenzial.“ Deswegen müsse man sich spätestens ab Sonntag auf die ersten Hitzegewitter im Nordwesten sowie in Richtung Alpen schon auf Unwetter einstellen. Diese können angesichts der explosiven Lage auch recht heftig ausfallen, so der Experte. Er rechnet mit blitzintensiven Gewittern, Starkregen, Hagel, Sturm- und sogar Orkanböen.

Vor allem der Süden Deutschlands - also auch Bayern - muss sich egal welches Modell eintritt, auf einige heiße Tage gepaart mit stärkeren Unwettern einstellen. Ob der Juni-Hitzerekord geknackt wird, wird sich im Laufe des Wochenendes zeigen. Die Nächte können jedenfalls auch schon tropisch werden, mit bis zu 22 Grad.

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