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Barmer: Nutzung des Kinderkrankengelds verdreifacht

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Schul- oder Kitaschließungen bringen Eltern oft in Bredouille. Um sie in der Pandemie zu unterstützen, hat die Bundesregierung 2021 zusätzliche Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld eingeführt. In Hamburg wurde davon kräftig Gebrauch gemacht.

Hamburg - Die Nutzung des Kinderkrankengeldes ist in Hamburg im zweiten Corona-Jahr deutlich gestiegen. Allein die Barmer bewilligte 2021 in der Hansestadt mehr als 24.500 Kinderkrankengeldtage und damit fast drei Mal so viele wie im Vorjahr, wie die Krankenkasse mitteilte. Etwa 41 Prozent der Gesamtzahltage seien in Hamburg auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld entfallen. Dieses hätten Eltern vergangenes Jahr erstmals nutzen können, die ihre Kinder aufgrund coronabedingter Schul- oder Kitaschließungen betreuen mussten.

„Das Kinderkrankengeld entlastet Eltern, die ihre Kinder aufgrund einer Erkrankung oder pandemiebedingt selbst betreuen müssen. Es hat sich damit gerade in Krisenzeiten hervorragend bewährt“, sagte Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Hamburg.

Bei der Inanspruchnahme der 30 Kindergeldtage pro Kind gibt es den Angaben zufolge innerhalb von Familien ein deutliches Ungleichgewicht: So hätten in Hamburg Frauen im vergangenen Jahr mit insgesamt 17 350 Kinderkrankengeldtagen deutlich häufiger von der Möglichkeit Gebrauch gemacht. Ihr Anteil lag demnach bei 71 Prozent. Bei den Männern seien es nur 7200 Tage gewesen.

„Unsere Analyse zum Kinderkrankengeld zeigt deutlich, dass Frauen in den Familien oftmals noch immer die Hauptlast bei der Kinderbetreuung tragen. Sie bleiben deutlich öfter zu Hause und kümmern sich häufiger um die Kinder als die Männer“, konstatierte Klein. dpa

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