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Erdölvorräte im Januar auf niedrigstem Stand seit 2015

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Tanklager im Hamburger Hafen
Blick auf Lagerbehälter des Unternehmens Oiltanking im Hafen von Hamburg. © Christian Charisius/dpa/Archiv

Der Ukraine-Krieg hat die Ölpreise nach oben schnellen lassen. Deutschland verfügt über Vorräte, die der Importmenge von 90 Tagen entsprechen. Die Speicher waren allerdings schon vor dem Konflikt nicht ganz voll, wie aus Angaben des Hamburger Senats hervorgeht.

Hamburg - Bereits vor Beginn des Ukraine-Krieges waren die deutschen Erdölvorräte nach Angaben des Hamburger Senats auf dem niedrigsten Stand seit 2015. Am 31. Januar 2022 seien 22,6 Millionen Tonnen Rohöl, Kraft- und Heizstoffe eingelagert gewesen, teilte der Senat als Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bürgerschaftsfraktion mit. Am 31. März 2021 hatten die Vorräte noch 23,3 Millionen Tonnen Rohöläquivalente betragen.

Der bis dahin niedrigste Stand war am 31. März 2018 mit 22,7 Millionen Tonnen erreicht worden, der höchste im März 2016, als 23,6 Millionen Tonnen Rohöl, Kraft- und Heizstoffe in Tanks und Kavernen lagerten.

Vor drei Wochen hatte die Bundesregierung als Reaktion auf den Ukraine-Krieg und zur Beruhigung des Ölmarktes einen Teil der nationalen Ölreserve freigegeben. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sollten die 31 Mitgliedsländer der Agentur 60 Millionen Barrel Rohöl freigeben. Deutschland wollte sich entsprechend seinem Anteil am Erdölverbrauch der IEA-Länder von 5,4 Prozent mit 434.000 Tonnen Öl beteiligen.

Der Erdölbevorratungsverband, der in Deutschland die strategische Ölreserve sichert, hält nach eigenen Angaben jederzeit so viel Erdöl und Erdölerzeugnisse vor, wie in den drei Vorjahren im Schnitt innerhalb von 90 Tagen netto importiert wurde. Die Lagerstätten sind über ganz Deutschland verteilt. Rohöl wird laut dem Verband in unterirdischen Kavernen gespeichert, und zwar unter anderem in Wilhelmshaven-Rüstringen, Bremen-Lesum, Heide in Schleswig-Holstein und Sottorf bei Hamburg. In der Hansestadt selbst lagerten nach Angaben des Senats Ende Juni 2021 über 21.000 Tonnen Benzin und gut 149 000 Tonnen Dieselkraftstoff und Heizöl. dpa

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