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HSV-Trainer nach Sieg: „Wir werden nicht verrückt“

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Hamburger SV - FC St. Pauli
HSV Fans schwenken zu Spielbeginn im Stadion eine Flagge mit dem Vereinslogo. © Christian Charisius/dpa

Der HSV hat nach langer Pause mal wieder ein Stadtderby gewonnen. Die Mannschaft besiegt St. Pauli und rückt näher an den Tabellenführer heran. Der FC St. Pauli hat in der 2. Liga derzeit keinen guten Lauf.

Hamburg - Der Hamburger SV hat den FC St. Pauli im 107. Pflichtspiel-Duell der Stadtnachbarn gestoppt und den Abstand auf den Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga verkürzt. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter besiegte am Freitagabend im heimischen Volksparkstadion St. Pauli mit 2:1 (0:1) und ist bis auf Platz drei vorgerückt, drei Punkte hinter dem Stadtrivalen. Für den HSV erzielten Sebastian Schonlau (58. Minute) und Bakery Jatta (70.) die Tore. Auf der Gegenseite traf Guido Burgstaller (30.), der per Kopf aus Nahdistanz zu seinem 15. Saisontor kam.

Damit beendete der HSV seine Sieglosserie von fünf Partien gegen den Nachbarn (vier Niederlagen, ein Unentschieden) und hält sich aussichtsreich im Aufstiegsrennen. „Schön für unsere Fans“, sagte HSV-Trainer Tim Walter bei Sky. „Aber wir werden nicht verrückt, wollen unseren Weg weitergehen.“

St. Pauli hatte zwar drei Tage zuvor den Bundesliga-Zweiten Borussia Dortmund überraschend aus dem DFB-Pokal geworfen, konnte gegen den HSV aber nicht an die starke Vorstellung anknüpfen. Für die Mannschaft von Trainer Timo Schultz ist es bereits das vierte sieglose Zweitligaspiel in Serie (zwei Niederlagen, zwei Remis) und deutet auf Nervosität im Aufstiegskampf hin. Die Tabellenführung kann sie an diesem Wochenende verlieren. „Wir sind enttäuscht“, sagte Schultz. „Wir hatten ganz viele technische Fehler. Meine Jungs hatten keinen guten Stand.“

„Volle Lotte“, lautete dagegen die Parole von HSV-Trainer Walter, der wegen Reklamierens in der zweiten Halbzeit die Gelbe Karte kassierte. Der Forderung ihres Coaches gehorchend, begannen die HSV-Profis stürmisch und verzeichneten in den ersten 20 Minuten vier Möglichkeiten. Die forsche Gangart beeindruckte den FC St. Pauli, der sich zunächst in die Defensive zurückzog und kaum Konstruktives im Angriff vollbrachte. Den ersten Torschuss der Gäste meisterte Daniel Heuer Fernandes problemlos (16.).

Die deutliche Überlegenheit des HSV brachte aber zunächst nichts ein. So kamen nicht die Platzherren, sondern die Braun-Weißen zum Führungstreffer. Nach einer Ecke von Eric Smith wurde Burgstaller der Ball serviert, und der österreichische Torjäger hatte keine Mühe.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der HSV tonangebend und kam durch Schonlau per Kopf nach einer Ecke zum verdienten Ausgleich. Der flinke Bakery Jatta drehte schließlich mit einem satten Schuss nach Zuspiel von Sonny Kittel die Partie zugunsten des HSV. Das Prestige-Duell blieb spannend, war aber nicht hochklassig. Zahlreiche Fouls auf beiden Seiten zerhackten den Spielfluss. „Wir freuen uns über die drei Punkte und den Derby-Sieg“, sagte Torschütze Schonlau. „Wir haben in dieser Wochen gute Spiele gemacht.“ Drei Tage zuvor hatte sein Team den Bundesligisten 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal geworfen. dpa

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