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Lebenslange Haft um beinahe tödliche Schüsse gefordert

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Handschellen
Ein Mann trägt Handschellen. © Stefan Sauer/dpa/Illustration

Im Prozess um beinahe tödliche Schüsse auf eine Frau in Hamburg-Wilhelmsburg hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Die Nebenklagevertreterin habe sich dem angeschlossen und zudem beantragt, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, teilte die Gerichtspressestelle mit. Sollte die Strafkammer dem Antrag folgen, wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

Hamburg - Der Verteidiger des 24-Jährigen sprach sich für eine Strafe von maximal fünf Jahren Haft aus.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem türkischen Angeklagten versuchten Mord in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung, Verbreitung pornografischer Inhalte und Bedrohung vor. Er soll am 11. März vergangenen Jahres auf die Frau und ihren damals 13 Jahre alten Sohn geschossen haben. Die 53-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Der Sohn blieb körperlich unverletzt.

Das Motiv für die Tat soll die Verärgerung des Angeklagten über die Tochter der 53-Jährigen gewesen sein. Diese habe seine Annäherungsversuche mehrfach zurückgewiesen. Der Angeklagte wollte ihr daraufhin Fotos seines Geschlechtsteils zusammen mit Beleidigungen und Drohungen über Instagram schicken. Dabei verwechselte er aber die Adressatin und sandte die Nachrichten an eine andere Frau ähnlichen Namens. Der Angeklagte hat die Vorwürfe im Prozess eingeräumt. Das Gericht will das Urteil am Donnerstag verkünden. dpa

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