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Hamburg erlebt schwere Sturmflut - Baukran in Bremen stürzt während Orkan „Zeynep“ ein: „Sieht verheerend aus“

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Von: Christina Denk, Jennifer Lanzinger

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In Hamburg erlebte eine schwere Sturmflut. In Bremen stürzte ein Baukran um. Orkan „Zeynep“ peitschte mit Windgeschwindigkeiten bis 160 km/h über den Norden. Die Schäden werden nach und nach sichtbar.

Update vom 19. Februar, 13.51 Uhr: Hamburg erwartet am Samstagnachmittag erneut eine Sturmflut. Am Pegel St. Pauli werden etwa 2 Meter über dem mittleren Hochwasser gegen 18.42 Uhr erwartet. Das teilt der Sturmflutwarndienst mit. Beim Wetter in Deutschland kehrt erstmal keine Ruhe ein. Das Sturmtief „Antonia“ zieht heran.

Orkan „Zeynep“ - Stärkste Windböe mit 162 km/h gemessen

Update vom 19. Februar, 11.22 Uhr: Mit rund 162 Kilometern pro Stunde fegt Orkan „Zeynep“ über Deutschland. Am Nordsee-Leuchtturm „Alte Weser“ wurden diese Werte gemessen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Bei Büsum an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste erreichte der Orkan demnach Geschwindigkeiten von rund 143 Stundenkilometern.

Am Flugplatz Nordholz bei Cuxhaven und am Leuchtturm Kiel wurden in der Spitze rund 140 Stundenkilometer registriert. Auf der ostfriesischen Insel Spieckeroog blies der Orkan mit rund 135 Kilometern in der Stunde. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge wurden ebenfalls hohe Geschwindigkeiten gemessen. Der 1.141 Meter hohe Brocken im Harz etwa meldete laut DWD rund 146 Stundenkilometer.

Update vom 19. Februar, 8.14 Uhr: In Hamburg sind die größten Unwetter abgezogen. Die Feuerwehr Hamburg war von 17 Uhr bis 5 Uhr mit 625 Einsätzen ziemlich gefordert. In den frühen Morgenstunden musste die Feuerwehr Fahrzeuge aus dem von der Sturmflut überspülten Gebieten bergen.

Orkan spült Autos weg: Feuerwehr rettet Männer aus Auto in überfluteter Speicherstadt

Update vom 19. Februar, 8.12 Uhr: Die Hamburger Feuerwehr rettete am frühen Samstagmorgen zwei Männer, die mit ihrem Auto in der überfluteten Speicherstadt gegen 5.30 Uhr eingeschlossen waren. Nach Angaben der Polizei kam die Feuerwehr den beiden Männern mit einem Schlauchboot zu Hilfe. Sie wurden aus dem Fahrzeug gerettet und mit dem Boot in Sicherheit gebracht. Laut Polizei waren die Männer stark unterkühlt und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Schwere Sturmflut erreicht Hamburg

Update vom 19. Februar, 6.58 Uhr: Hamburg erlebt eine sehr schwere Sturmflut. Der Wasserstand am Pegel St. Pauli erreichte am Sonnabend gegen 5.30 Uhr 3,75 Meter über dem mittleren Hochwasser. Das sei wahrscheinlich der Scheitelpunkt, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Ab 3,5 Metern über dem mittleren Hochwasser spricht man vor einer sehr schweren Sturmflut.

An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste lief das Wasser früher in der Nacht und weniger hoch auf. In Dagebüll (Kreis Nordfriesland) und Büsum (Kreis Dithmarschen) gab es mit 2,92 und 2,86 Metern über dem mittleren Hochwasser jeweils eine schwere Sturmflut.

„Es sieht verheerend aus“ - 55 Meter großer Baukran stürzt in Bremen ein

Ein 55 Meter großer Baukran ist während des Sturmtiefs „Zeynep“ in Bremen eingestürzt. Der Kran sei in der Nacht auf den Samstag in ein im Rohbau befindliches Bürogebäude gekracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. „Es sieht verheerend aus“ so der Sprecher. Auch ein gerade vorbeifahrender Laster sei von dem Kran erwischt worden. Der Fahrer sei aber unverletzt geblieben. Ein weiterer 90 Meter hoher Kran wurde nicht beschädigt. Die Trümmerteile blockieren nun die umliegenden Straßen. Die Beseitigung des Krans werde noch bis zum Anfang der kommenden Woche dauern. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei keine Angaben machen.

Hochwassprognosen in Bremen - Gebiete müssen evakuiert werden

Update vom 18. Februar, 21.16 Uhr: In Bremen mussten aufgrund der Hochwasserprognosen einige Gebiete evakuiert werden. „Die Polizei bittet, die betroffenen Gebiete zu meiden, bzw. zu verlassen und wird auch entsprechende Lautsprecherdurchsagen durchführen“, heißt es in der Polizeimeldung. Wie viele Personen betroffen sind, ist derzeit noch nicht klar. In der Schule Am Leibnizplatz wird eine Anlaufstelle eingerichtet, so die Polizei Bremen.

Die zu evakuierenden Bereiche:

Erste Windrekorde gemessen - Orkan „Zeynep“ bringt Geschwindigkeiten bis zu 155 km/h

Update vom 18. Februar, 20.47 Uhr: Die Nordseeküste muss mit schweren Sturmfluten rechnen, so Extrem-Wetter Experte Frank Böttcher bei der Tagesschau. „Der Wind drückt dabei das Wasser ziemlich kräftig in die Deutsche Bucht hinein“, heißt es. Der Höhepunkt des Sturms wird gegen Mitternacht erwartet. Dabei werden bereits jetzt neue Windrekorde gemessen. Am Leuchtturm Alte Weser wurden Geschwindigkeiten von 155 km/h, auf der Insel Borkum 146 km/h und in Feldberg im Schwarzwald 140 km/h, so Focus.de. Auch die Vorbereitungen auf die Sturmflut laufen, Deiche werden verschlossen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr schließen in Vorbereitung auf die Sturmflut den Deichschart zum Helgolandkai.
Einsatzkräfte der Feuerwehr schließen in Vorbereitung auf die Sturmflut den Deichschart zum Helgolandkai. © Sina Schuldt/dpa

Orkantief „Zeynep“: Erste Vorboten der Sturmflut bereits in Hamburg angekommen

Update vom 18. Februar, 18.43 Uhr: Ein Baum ist in Hamburg im Sturm auf zwei parkende Autos gestürzt und hat ein Kind leicht verletzt. Es war mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, als der Baum umfiel, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die Umgebung wurde gesperrt, Baum und Äste bedeckten eine Fläche von rund 200 Quadratmetern.

Update vom 18. Februar, 18.20 Uhr: Starkregen als Vorbote des Orkantiefs „Zeynep“ hat die Autobahn 7 in Hamburg am Freitagnachmittag südlich des Elbtunnels teilweise so stark überflutet, dass eine Spur gesperrt wurde. Ehe das Wasser nicht abgepumpt worden sei, könne die Spur nicht genutzt werden, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale. Richtung Süden stünden nur zwei Tunnelfahrbahnen zur Verfügung, in Richtung Norden seien es drei. Laut NDR-Verkehrsinfo kamen die Autos zwischen Hamburg-Stellingen und dem Elbtunnel auf rund fünf Kilometern nur stockend voran.

Orkan Zeynep: DWD warnt vor Lebensgefahr durch Sturmschäden

Update vom 18. Februar, 12.25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extremen Orkanböen an der Nordsee bis zu 160 Kilometer pro Stunde ab Freitagnachmittag. In den Frühstunden des Samstags soll der Sturm wieder nachlassen.

Der DWD warnt vor Lebensgefahr durch Sturmschäden wie umstürzende Bäume und herabstürzende Gegenstände. Türen und Fester sollen geschlossen und Gegenstände im Freien gesichert werden. Menschen sollen den Aufenthalt im Freien meiden und auf jeden Fall Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten. Der DWD rät, Autofahrten zu vermeiden und Fahrzeuge nach Möglichkeit in Garagen abzustellen.

Schwere Sturmflut in Hamburg erwartet: Orkan Zeynep wütet über Norddeutschland - Lila Warnung ausgesprochen

Update vom 18. Februar, 10.15 Uhr: Die Einsatzkräfte dürfen nur kurz verschnaufen: Bereits für diesen Freitagnachmittag wird der nächste schwere Sturm vorhergesagt. „Zeynep“ könnte in Deutschland sogar noch heftiger werden als Tief „Ylenia“, das am Donnerstag bereits zu Zugausfällen und leider auch tödlichen Unfällen geführt hatte.

Schwerpunkt der neuen Sturm- beziehungsweise sogar Orkanlage sei bis Samstagfrüh die Nordhälfte Deutschlands, sagen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraus. Rot gefärbt ist die Wetter-Karte des DWD in der kompletten Nordhälfte Deutschlands. Betroffen seien Teile der Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen.

Besonders heftig soll „Zeynep“ an der Nordsee und vermutlich erst in der Nacht zu Samstag werden. Der DWD warnt auf seiner Homepage in manchen Regionen sogar mit einer „Lila-Warnung“. Diese gilt vor allem für die Nordküste. An der Nordseeküste und auch in Hamburg wird erneut vor einer Sturmflut gewarnt (siehe vorheriges Update). Wie ein Sprecher des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) erklärte, sei die Häufigkeit dieser Wetterphänomene ungewöhnlich.

Orkan wütet über Deutschland: Schwere Sturmflut in Hamburg erreicht

Update vom 18. Februar, 8.15 Uhr: Nach dem Sturm am Donnerstag wurde am frühen Freitagmorgen erneut der Fischmarkt im Hamburger Stadtteil Altona überspült. Am Messpunkt St. Pauli erreichte der Wasserstand laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) 1,49 Meter über dem mittleren Hochwasser - einen Zentimeter unter der Grenze für Sturmfluten. Für Samstag rechnet das BSH mit Wasserständen von bis zu drei Metern über dem mittleren Hochwasser, das entspricht einer schweren Sturmflut. Der Höchstwert soll voraussichtlich am frühen Samstagmorgen erreicht werden.

Heftige Welle zerschlägt Scheiben von Elbfähre: Fahrgast schildert dramatische Momente - „Du blutest ja“

Update vom 17. Februar, 17.49 Uhr: Auf stürmischer Fahrt über die Elbe hat eine große Welle die Frontscheiben einer Hamburger Hafenfähre zerschlagen. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. Zwei Männer im Alter von 32 und 25 Jahren sowie eine 47-jährige Frau hätten sich zum Betriebsarzt von Airbus begeben, hieß es von der Polizei.

Die Fähre „Tollerort“ war am Donnerstagmorgen während des Orkantiefs „Ylenia“ auf der Linie 68 von Teufelsbrück zum Anleger des Airbuswerks unterwegs, als die Welle über Bord gegen die Scheiben rollte. Mehrere Videos, die im Netz etwa auf YouTube hochgeladen wurden, zeigten offensichtlich den Moment des Unglücks.

Ein Airbus-Mitarbeiter, der ganz vorne saß, filmte ebenfalls mit seinem Handy. „Mich hat‘s voll getroffen“, sagte Dirk Papendorf der Deutschen Presse-Agentur. „Ich fand es toll, wie das Schiff hin- und hergeschaukelt ist, wie eine Achterbahn“, sagte Papendorf. Um das Naturschauspiel besser zu sehen, habe er sich in die erste Reihe vor die Fenster gesetzt.

„Du blutest ja“: Fahrgast merkt zunächst gar nicht, dass er verletzt ist

Die Wellen hätten kontinuierlich gegen die Scheiben geschlagen. „Man konnte kurz in die Welle hineinschauen“, erzählte der 32-Jährige. Er habe sich völlig sicher gefühlt. Dann sei plötzlich das Wasser über ihn geströmt. Er habe zunächst Angst gehabt, dass er beim Zurückfluten nach draußen gezogen werde. Darum sei er wie die anderen Fahrgäste nach hinten gerannt. Aber dann habe er gemerkt, dass das Wasser nach hinten abfloss. Er sei noch mal zurückgegangen, um nach einer Kollegin zu schauen.

Nach einer zweiten Welle habe der Schiffsführer das Gas weggenommen. Dass er verletzt war, habe Papendorf erst gar nicht gespürt. „Du blutest ja“, hätten ihm seine Kollegen gesagt. Er habe Schnitte am Kopf und am Unterarm erlitten, sagte der 32-Jährige.

„Es war ein Zwischenfall, den wir so noch nie hatten“, sagte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Hadag, Tobias Haack. Die Scheiben sollten eigentlich „seeschlagfest“ sein. Es handele sich um Sicherheitsglas, das zerbröselt sei. Das Schiff sei eine sogenannte Bügeleisen-Fähre des Typs 2000.

Sturmflutwarndienst warnt erneut vor Sturmflut in Hamburg

Update vom 17. Februar, 6.59 Uhr: Nach der Sturmflut ist vor der Sturmflut: Für die deutsche Nordseeküste besteht weiter die Gefahr einer Sturmflut! Am Donnerstag werden das Mittag-Hochwasser bzw. das Nachmittag-Hochwasser im Hamburger Elbgebiet 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten, warnte der Sturmflutwarndienst. An der ostfriesischen Küste könnte das Hochwasser etwa 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser werden, an der schleswig-holsteinischen Küste und im Weser- und Elbegebiet bis zu 1,5 Meter.

Sturmflut in Hamburg - Wasserhöchststand um 5 Uhr erwartet

Update vom 17. Februar, 6.28 Uhr: Der Hamburger Fischmarkt ist am frühen Donnerstagmorgen erneut überflutet worden. „Am Pegel St. Pauli wurde gegen 5.00 Uhr ein Wert von 1,98 Meter über dem mittleren Hochwasser (MHW) gemessen“, sagte ein Sprecher des Sturmflutwarndienstes des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. An der Nordseeküste spricht das BSH ab 1,5 Meter über MHW von einer Sturmflut. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen.

Nicht nur im Bahnverkehr sorgte „Ylenia“ für großflächige Störungen, die Feuerwehr Hamburg musste in der Nacht mehr als 70 Unwettereinsätze bewältigen. „Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, umkippende Gerüste, umher wehende Plakate und Planen verursachten viele Gefahrenstellen im gesamten Stadtgebiet“, teilt die Feuerwehr Hamburg am Donnerstagfrüh in einer ersten Bilanz der Sturmnacht mit. Aktuell liefen noch diverse Einsätze. Umgestürzte Bäume oder auch abgebrochene Äste müssten beseitigt werden. Im Laufe des Tages rechnet die Feuerwehr allerdings mit eine Zunahme der Einsätze.

Orkan über Deutschland: Hamburg erwartet Sturmflut - das Datum erscheint unheimlich

Erstmeldung vom 16. Februar 2022

Hamburg - Zwei Orkantiefs in schneller Folge sorgen für Unwetterwarnungen in vielen Teilen Deutschlands. An der Nordsee besteht die Gefahr einer Sturmflut. Schon am Mittwochabend soll der Wind den Vorhersagen zufolge mächtig aufdrehen, teils könnte er Orkanstärke erreichen. Besonders dramatisch: Während sich Hamburg auf eine möglicherweise anrollende Sturmflut vorbereitet, liegt der Jahrestag einer schrecklichen Hochwasser-Katastrophe in der Stadt am Mittwoch genau 60 Jahre zurück.

Orkan über Deutschland: Hamburg erwartet Sturmflut - Ausgerechnet an dramatischem Datum

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach gab für Mittwochabend bis Donnerstagabend eine Unwetterwarnung hauptsächlich für die nördliche Hälfte des Landes heraus. Behörden mahnten zur Vorsicht, unter anderem wegen umstürzender Bäume. Die Deutsche Bahn riet, sich über mögliche Verspätungen oder Zugausfälle zu informieren. Bereits im Vorfeld hat nun ein Bundesland reagiert, in Nordrhein-Westfalen fällt der Unterricht an allen Schulen am Donnerstag wegen des befürchteten Unwetters aus.

„Es fängt im Nordwesten an und zieht dann Richtung Südosten bis etwa zur Mitte Deutschlands“, erklärte DWD-Meteorologe Adrian Lyser. So werden unter anderem Orkanböen mit einem Tempo bis zu 120 Stundenkilometern erwartet. Ab Donnerstagnachmittag lässt der Wind von Tief „Ylenia“ laut DWD zwar langsam nach. Die Verschnaufpause dürfte jedoch nur kurz sein. Bereits für Freitagmittag wird das nächste Orkantief - „Zeynep“ genannt - von den Britischen Inseln kommend erwartet.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnte für die Nordseeküste vor der Gefahr einer Sturmflut in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. An der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser ein bis 1,5 Meter höher sein als normal, wie das BSH am Mittwochmorgen mitteilte. Im Hamburger Elbegebiet erreiche es Werte, die 1,5 bis zwei Meter höher als das mittlere Hochwasser lägen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 5.00 Uhr am Donnerstagmorgen. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei kündigte an, dass die Fahrten zwischen Schlüttsiel in Nordfriesland und den Halligen am Donnerstag nicht stattfinden. An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

Orkan über Deutschland: Sturmflut von 1962 kostete mehr als 300 Menschen das Leben

Damit bereitet sich der Norden und somit auch Hamburg auf eine mögliche Sturmflut vor, ausgerechnet am Jahrestag der tödlichen Sturmflut von 1962. In der Nacht zum 17. Februar 1962 überraschte eine verheerende Sturmflut viele Hamburger im Schlaf. Mehr als 300 Menschen starben. Die Erinnerungen sind bei den Betroffenen bis heute lebendig, auch wenn es im Stadtbild nur wenige Hinweise auf die Katastrophe gibt. An einem Mahnmal in Wilhelmsburg gedenken die Hamburger jedes Jahr der Katastrophe. In diesem Jahr soll Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am 16. Februar das Wort ergreifen.

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