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Prozess um Messerangriff auf Bus-Passagier: Haft gefordert

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Justitia in Ulm
Vor dem Landgericht in Ulm hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Im Prozess um einen beinahe tödlichen Messerangriff auf einen wartenden Bus-Passagier in Hamburg-Wilhelmsburg hat die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von viereinhalb Jahre Haft für einen jungen Mann gefordert. Der 20-Jährige habe sich des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung schuldig gemacht, erklärte die Staatsanwältin am Donnerstag nach Angaben eines Gerichtssprechers.

Hamburg - Für einen 18 Jahre alten Mitangeklagten beantragte die Staatsanwältin wegen gefährlicher Körperverletzung eine Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung.

Laut Anklage sollen die beiden Männer in der Nacht zum 23. Juli 2021 einen 18-Jährigen, der an einer Bushaltestelle am Vogelhüttendeich wartete, beleidigt und bedroht haben. Als dieser flüchtete, sollen sie ihn in einen Innenhof verfolgt haben, wo der 18-Jährige stolperte. Die Angeklagten sollen auf ihn eingeschlagen und der 20-Jährige mindestens achtmal mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Ihr Opfer sollen sie schwer verletzt zurückgelassen haben.

Der Verteidiger des 20-Jährigen plädierte für eine Jugendstrafe von deutlich unter drei Jahren. Der Anwalt des 18-Jährigen forderte wie die Staatsanwältin eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Das Gericht hob den Haftbefehl gegen den jüngeren Angeklagten auf, wie der Sprecher weiter mitteilte. Die beiden Beschuldigten waren am 1. September vergangenen Jahres verhaftet worden. Die Jugendkammer will am 21. April das Urteil verkünden. dpa

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