1. Startseite
  2. Deutschland
  3. Hamburg

„Schalke lebt wieder“: Club feiert Rückkehr in Bundesliga

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

FC Schalke 04 - FC St. Pauli
Schalkes Simon Terodde (l) und St. Paulis Marcel Beifus kämpfen um den Ball. © David Inderlied/dpa

Was für ein Drama, welch eine Stimmung! Der FC Schalke ist nach dem furiosen 3:2 über St. Pauli zurück im Fußball-Oberhaus. Das erweckt den zuletzt gebeutelten Traditionsclub zu neuem Leben.

Gelsenkirchen - Torjäger Simon Terodde sank auf den Rasen und weinte Tränen der Freude. Sportdirektor Rouven Schröder trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Glück Auf Steiger“. Und die Fans des FC Schalke, die zum Leidwesen der Sicherheitskräfte zu tausenden den Platz stürmten, sicherten sich in erster Euphorie über die Rückkehr ihres Clubs in die Fußball-Bundesliga Stücke des Rasens und der Tornetze. Schon beim Start in die lange königsblaue Partynacht ging es emotional und ausgelassen zu.

Das Happy End im 3:2 (0:2)-Aufstiegskrimi über den FC St. Pauli versetzte alle Beteiligten in Euphorie. „Von diesem Abend, von dieser Dramaturgie werden wir noch in ein oder zwei Jahrzehnten reden. Es freut mich für diesen Verein, der in den letzten Jahren viel gelitten hat“, schwärmte der sichtlich bewegte Fußball-Lehrer Mike Büskens. Sportdirektor Schröder wählte ähnlich pathetische Worte: „Schalke 04 lebt wieder.“

Der Verlauf der Partie passte zum wechselhaften Saisonverlauf des Revierclubs, der noch im Dezember als Tabellenachter hoffnungslos abgeschlagen schien. Nach dem frühen Doppelpack des Hamburgers Igor Matanovic (9./17.) lag der Tabellenführer mit 0:2 hinten, bewahrte aber die Nerven und machte nach Treffern von Simon Terodde (47./Foulelfmeter/71.) und des ehemaligen St. Pauli-Profis Rodrigo Zalazar (78.) den insgesamt vierten Bundesliga-Aufstieg vorzeitig perfekt. „Es musste genau so kommen, wie es heute gekommen ist für die Schalker Seele. Unfassbar, was hier abgegangen ist, galaktisch“, kommentierte Schröder.

Spätestens mit dem Trainerwechsel von Dimitrios Grammozis auf die Interimslösung Büskens Anfang März begann die Schalker Metamorphose. Sieben Siege in acht Spielen unter der Regie des ehemaligen Profis ebneten den Weg zurück ins Fußball-Oberhaus. Selbst die Trennung vom langjährigen Hauptsponsor Gazprom warf den von finanziellen Problemen geplagten Club nicht aus der Bahn. „Es war bis zum heutigen Tag eine unglaubliche Reise. Wir haben einen sensationellen Spirit entwickelt“, befand Büskens.

Nicht nur im Stadion wurde gefeiert. Auch auf den Straßen der Revierstadt ging es nach dem Sieg hoch her. Ähnlich ausgelassen wie die Fans feierte auch die Profis. „Wir machen heute die Nacht zum Tag. Heute ist alles scheißegal, wir gehen heute steil ohne Ende“, kündigte Mittelfeldspieler Danny Latza auf dem Weg aus der Kabine an. dpa

Auch interessant

Kommentare