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Ukraine-Krieg: HHLA bleibt trotz Einschränkungen gelassen

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HHLA Container Terminal Burchardkai
Containerschiffe werden am HHLA Container Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen abgefertigt. © Axel Heimken/dpa/Symbolbild

Der Logistikkonzern HHLA sieht derzeit keine großen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. „Durch die vorübergehende Schließung des Terminals im Hafen von Odessa ist die HHLA nicht wesentlich in ihrer erfolgreichen Geschäftstätigkeit beeinträchtigt“, wurde Firmenchefin Angela Titzrath in einer am Freitagabend versandten Mitteilung zitiert. „Auch die von der EU verhängten Sanktionen haben nach aktueller Einschätzung nur in geringem Maße Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.“

Hamburg - HHLA stehe auf einem soliden finanziellen Fundament. Der Anteil des vorübergehend geschlossenen Container-Terminals Odessa (CTO) am Umschlag, Umsatz und Ergebnis des Teilkonzerns Hafenlogistik habe im Geschäftsjahr 2020 jeweils im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gelegen. Ein wesentlicher Teil der bislang getätigten Investitionen in Höhe von 170 Millionen Euro sei zudem bereits zum Geschäftsjahresende 2020 amortisiert gewesen.

Im Geschäftsjahr 2020 habe das bilanzielle Eigenkapital des CTO 44 Millionen Euro betragen. Davon wäre bei einer möglichen Inanspruchnahme der Bundesgarantien der größte Teil abgesichert.

Auch die Folgen der Einschränkungen auf die Containerterminals in Hamburg durch die EU-Sanktionen hält HHLA für überschaubar. Der Umschlag mit Fahrtgebiet Russland habe im Jahr 2020 rund drei Prozent des gesamten Containerumschlags von HHLA ausgemacht. Weitere Informationen zur Situation und zu möglichen finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen werden der Mitteilung zufolge mit Veröffentlichung des Konzernabschlusses am 24. März 2022 gegeben. dpa

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