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Witwe: Historiker soll Biografie von Nannen untersuchen

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Eske Nannen, Witwe von „Stern“-Gründer Henri Nannen
Eske Nannen, Witwe von „Stern“-Gründer Henri Nannen und Mitstifterin der Emder Kunsthalle. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Eske Nannen, Witwe von „Stern“-Gründer Henri Nannen, hat bekräftigt, dass ein externer Historiker die Lebensgeschichte ihres 1996 gestorbenen Mannes wissenschaftlich aufarbeiten soll. „Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen veröffentlicht werden und so für künftige Recherchen zur Verfügung stehen“, sagte die Mitstifterin der Emder Kunsthalle im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ, Dienstag).

Emden - Am Mittwoch (22. Juni) wird der Nannen Preis einmalig unter dem Namen Stern Preis verliehen, wie das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr am Freitag mitteilte. Hintergrund ist eine Debatte um die Rolle des Ex-„Stern“-Chefredakteurs in der NS-Zeit.

„Als wissenschaftliche Institution will die Kunsthalle Emden die differenzierte Auseinandersetzung mit historischen Fakten fordern und fördern“, sagte Eske Nannen in dem Interview. Teil dieser Aufgabe sei es, Henri Nannens Lebensgeschichte umfassend zu präsentieren und so die Einordnung seines Wirkens und Schaffens zu ermöglichen.

Die Kunsthalle Emden hatte bereits Ende Mai auf ihrer Internet-Seite die Beauftragung eines externen Historikers oder einer Historikerin angekündigt. Das Ehepaar hatte das Museum 1986 basierend auf Henri Nannens Kunstsammlung gegründet.

Eske Nannen wird an diesem Mittwoch (22.6.) gemeinsam mit Komiker Otto Waalkes mit dem Niedersächsischen Staatspreis 2022 ausgezeichnet. Die beiden Ostfriesen teilen sich laut Staatskanzlei in Hannover den mit 35.000 Euro dotierten Preis, der alle zwei Jahre vom Land an Persönlichkeiten für ihr herausragendes Wirken verliehen wird. dpa

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