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Zahl neuer Kriegsflüchtlinge in Hamburg nimmt deutlich ab

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Ukraine-Geflüchtete in Hamburg
Olga und ihre Tochter Alisa sitzen in einem Raum des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im Hauptbahnhof. © Marcus Brandt/dpa

Vor zwei Wochen kamen täglich etwa 1000 ukrainische Kriegsflüchtlinge nach Hamburg. Inzwischen sind es deutlich weniger. Zuletzt erreichten noch knapp 350 die Hansestadt. Erstmals liegen nun auch Daten zur Zusammensetzung der Flüchtlinge vor.

Hamburg - Der Zustrom ukrainischer Kriegsflüchtlinge nach Hamburg nimmt deutlich ab. Am Donnerstag erreichten noch 348 Schutzsuchende die Hansestadt, wie ein Sprecher der Innenbehörde am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am Montag seien es noch rund 500, am Dienstag etwa 400 und am Mittwoch 360 Schutzsuchende gewesen. In der gesamten vergangenen Woche wurden 3269 Ankünfte gezählt, in der Woche davor waren es noch etwa 1000 täglich.

Insgesamt sind damit seit Beginn des völkerrechtswidrigen Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine rund 21.000 Menschen nach Hamburg geflüchtet. Offiziell registriert wurden den Angaben zufolge inzwischen 15 544 Kriegsflüchtlinge, 308 von ihnen am Donnerstag. Eine Registrierung ist notwendig, um Sozialleistungen zu erhalten oder arbeiten zu können; Kindern ermöglicht die Registrierung einen Schulbesuch.

Von den mehr als 15.000 offiziell registrierten Kriegsflüchtlingen seien rund 8000 privat untergekommen. Etwa 4000 seien von der Stadt in längerfristige Unterkünfte verlegt und mindestens 3200 auf andere Bundesländer verteilt worden. Hinzu komme eine unbekannte Zahl an Flüchtlingen, die die Stadt von sich aus wieder verlassen haben.

Unter den nach Hamburg gekommenen ukrainischen Kriegsflüchtlingen sind mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer. Insgesamt sind nach den jüngsten vorliegenden Daten 7151 weibliche und 3197 männliche Schutzsuchende in der Hansestadt registriert worden, sagte der Sprecher. 3887 von ihnen seien unter 18 Jahre alt und hiervon wiederum 1094 Kinder nicht älter als fünf Jahre. Die Altersgruppe der 18- bis 45-Jährigen umfasse 4267 Frauen und Männer. dpa

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