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Zensus 2022 startet im Mai: Auskunft bei Volkszählung ist Pflicht

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Von: Christian Einfeldt

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Im Mai 2022 startet der Zensus. Eine EU-weite Volkszählung, die die Teilnahme verpflichtend macht. Wofür die Zählung eigentlich wichtig ist – ein Überblick.

Hamburg/Wiesbaden – Alle zehn Jahre erwartet Deutschland eine große Volkszählung – den „Zensus“. Das letzte Mal war es 2011 der Fall. Nachdem die Zählung wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste, geht der Zensus 2022 also in eine neue Runde. Bereits vorm 1. Mai 2022 könnte die schriftliche Aufforderung zur Teilnahme im Briefkasten gelandet sein – auch in Hamburg.

Die Volkszählung ist für Politik und Gesellschaft nicht unerheblich ist – und daher Pflicht. Zum Zensus-Start stellen sich nicht nur in der Hansestadt Hamburg noch einige Fragen: Was muss man eigentlich beim Zensus machen – und was passiert, wenn man die Teilnahme verweigert? Auch 24hamburg.de gibt die Antworten.

Behörde:Statistisches Bundesamt
Hauptsitz:Wiesbaden
Gründung:21. Januar 1948
Bedienstete:2.410

Zensus 2022: Teilnahme ist verpflichtend – was droht bei Weigerung?

Nicht nur in Deutschland – nein: in ganz Europa wird gezählt. Neben einer Vielzahl neuer Gesetze und Verordnungen, die im Mai 2022 in Hamburg in Kraft treten, und die seit Ende April unter anderem auch die weitestgehende Aufhebung der Maskenpflicht in Hamburg legitimieren, steht der Mai ganz im Zeichen des Zensus. Ziel der EU-weiten Volkszählung ist eine Analyse der Wohn- und Arbeitssituation der befragten Teilnehmenden. Dabei rückt nicht nur die Frage nach der bloßen Quantität der in Deutschland lebenden Menschen in den Vordergrund. Vielmehr soll herausgefunden werden, wie Menschen leben.

Zensus
Zensus 2022: Im Mai startet die nächste Volkszählung. © Arno Burgi/dpa

In Deutschland zeigt sich das Statistische Bundesamt für die Realisierung der Volkszählung verantwortlich. Unterstützung erhaält dieses unterdessen von freiwilligen Befragungsbeauftragten, den sogenannten „Erhebungsbeauftragen“, die laut kreiszeitung.de angeleitet werden, je 150 Zensus-Befragungen durchzuführen. Starttermin der Kampagne ist der 1. Mai 2022. Bundesweit werden insgesamt 10,2 Millionen Menschen über ihre Teilnahme informiert. Aufgrund des sogenannten Zensusgesetzes greift eine unabdingbare Teilnahme. Es besteht also eine Pflicht zur Auskunft. Wer sich weigert, muss mit Bußgeldern rechnen. Wie der MDR berichtet, werden dann bis zu 5.000 Euro fällig.

Die Befragung erfolgt in einem persönlichen Gespräch. Manche Fragen können jedoch auch per Online-Teilnahme beantwortet werden. Stichtag der Volkszählung ist der 15. Mai 2022. Die Zensus-Zählung hält bis Juli 2022 an. Der Tag, der für das Statistische Bundesamt jedoch die meiste Relevanz besitzt, ist der 15. Mai 2022. Alle erhobenen Daten beziehen sich stets auf bis zu diesem Zeitpunkt erfassten Angaben. Wie der NDR berichtet, könne man im Herbst 2023 mit den Ergebnissen rechnen.

Zensus 2022: Welche Bedeutung die Volkszählung für Politik und Gesellschaft hat

Den Bemühungen des Statistischen Bundesamtes, alle zehn Jahre das Volk zu zählen, liegen eine Vielzahl von politischen wie gesellschaftlichen Komponenten zugrunde. Auf Grundlage der jeweiligen Bevölkerungszusammensetzung kann ermittelt werden, inwieweit etwa Wahlkreise oder die Stimmenverteilungen der Bundesländer im Bundesrat zugeteilt werden können. Nach Informationen des Bundesministeriums des Innern ist die Volkszählung außerdem nicht unwesentlich für den Länderfinanzausgleich. Unter Berufung auf bmi.bund.de heißt es darüber hinaus, dass die Zensus-Daten Einfluss auf potenzielle Fördermittel der EU und der Verteilung von Steuergelder hätten.

Hinzu kommt, dass sich weitere gesellschaftlich relevante Entscheidungen auf Zensus-Daten beziehen. Die Auswertungen der Befragungen können dann auch sichtbaren Einfluss haben. Etwa, dass die jeweilige Stadt einen Eingriff in Sachen Stadtentwicklung vornimmt. Die Zensus-Daten geben also dahingehend einen Hinweis, ob es in einer Stadt oder innerhalb eines bestimmten Radius weiterer Einrichtungen wie etwa Kitas bedarf.

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