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Mindestens sieben tote Hunde: Unbekannter legt Giftköder in deutscher Großstadt aus

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Von: Patrick Freiwah

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Hundespaziergang in der Abenddämmerung (Symbolbild)
Hundespaziergang in der Abenddämmerung (Symbolbild). © Makoto Honda/Imago

Immer mal gibt es Einzelfälle, bei denen Hunde vergiftet werden. In Frankfurt sind nun zahlreiche Tiere aufgrund von Giftködern ums Leben gekommen. Die Polizei ermittelt.

Frankfurt - In der Mainmetropole treibt eine unbekannte Person ihr Unwesen, die Giftköder für Tiere ausgelegt hat. Sieben Hunde haben im Stadtteil Kalbach-Riedberg auf diese Weise ihr Leben verloren. Nach dem Giftköder-Fund in einem Park im Nordwesten der Stadt waren der Polizei zunächst keine weiteren vergifteten Tiere gemeldet worden.

Jedoch unterscheiden sich die Angaben über die Hundeverluste in Frankfurt: Während die Bild von zwölf toten Hunden und über 20 verletzten Tieren spricht, bezieht sich die Deutsche Presse-Agentur (dpa) auf Polizeiangaben, nach denen sieben Tiere gestorben seien.

Frankfurt: Hundehalter in Aufruhr - Mehrere Tiere sterben nach Giftköder-Attacke

Wer für die Giftköder-Taten am Frankfurter Bonifatiuspark verantwortlich ist, darüber gibt es bislang keine Erkenntnisse, die Suche dauert an. Allerdings sei diese ohne Zeugenaussagen schwierig, erklärt die zuständige Polizei. Bislang habe sich auf den Aufruf niemand gemeldet, der Beobachtungen machte. Die Polizeistreifen aus dem betroffenen Gebiet wurden mittlerweile verstärkt, nachdem die Opferzahl immer höher wird und zunächst von vier toten Hunden die Rede war.

Am Tatort nördlich von Frankfurt wurden Fotos der Hunde, Totenlichter sowie Blumen aufgestellt, am Sonntag trafen sich offenbar Menschen, um ihren toten Hunden zu gedenken. Die tödlichen Vorfälle ereigneten sich am 16. September: Die Hunde hatten beim Spaziergang am Freitagmorgen die ausgelegten vergifteten Köder gefressen. Die Hundehalter brachten das Gift dann zur Polizei, diese gab über die sozialen Netzwerke eine Warnmeldung heraus.

Giftköder in Frankfurt: Unbekannte Person präpariert offenbar Fleischfrikadellen

Eine solche Vielzahl von vergifteten Hunden sei ungewöhnlich, ließ ein Polizeisprecher wissen. „Üblicherweise gibt es immer mal wieder Einzelfälle.“ Um welches Gift es sich handelt, war weiterhin unklar. Wie Bild erläutert, handele es sich um präparierte Fleischfrikadellen. Die Giftköder werden von einem Fachinstitut untersucht.

Um den Giftköder-Fall im Frankfurter Bonifatiuspark aufzuklären, hat die Tierschutzorganisation Peta übrigens eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, welche den Täter überführen. (PF mit Material der dpa)

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