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Inflationsrate steigt im Januar in Hessen auf 5,6 Prozent

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Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Hessen hat sich zu Jahresbeginn weiter beschleunigt. Angeheizt von hohen Energiepreisen stieg die Teuerungsrate auf 5,6 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Dezember hatte die Inflationsrate noch bei 5,4 Prozent und im November bei 5,3 Prozent gelegen. Ökonomen hatten bundesweit eher eine Abschwächung des Preisauftriebs erwartet, vor allem weil der Effekt aus der Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung entfiel.

Wiesbaden - Nach Angaben der Statistiker kamen Anfang des laufenden Jahres allerdings neue Effekte hinzu, die die Inflation anheizten. Dazu zählten starke Preissprünge bei Erdgas und Strom sowie die Erhöhung der CO2-Abgabe von 25 Euro auf 30 Euro je Tonne Kohlendioxid, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie stiegen die Verbraucherpreise den Angaben zufolge im Januar um 3,0 Prozent gegenüber über dem Vorjahresmonat.

Deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher im Januar für Energie (plus 28,7 Prozent). Vor allem Erdgas verteuerte sich deutlich um 77,4 Prozent. Die Preise für Heizöl (plus 52,6 Prozent) und Kraftstoffe (plus 25,5 Prozent) stiegen ebenfalls kräftig. Strom kostete 18,9 Prozent mehr als im Januar 2021.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 5,1 Prozent gegenüber Januar 2021. Überdurchschnittlich teurer wurden demnach vor allem Speisefette und -öle, darunter Butter.

Im Vergleich zum Dezember 2021 stiegen die Verbraucherpreise im Januar des laufenden Jahres insgesamt um 0,8 Prozent. dpa

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