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Gabriele (5) tot in Kanal entdeckt: TV-Zuschauerin erinnert sich an Missbrauch - und nennt konkreten Namen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Die Polizei sucht nach dem Mörder der kleinen Gabriele.
Die Polizei sucht seit fast 40 Jahren nach dem Mörder der kleinen Gabriele. © Polizei

Der Mord an der kleinen Gabriele aus Fulda schockiert auch fast 40 Jahre später. Ermittler waren in der TV-Show Aktenzeichen zu Gast. Zahlreiche Hinweise gingen ein, darunter ein ganz konkreter.

Update vom 14. April 2022: Der Mord an der kleinen Gabriele aus Fulda ist seit fast 40 Jahren ein Rätsel für Ermittler, durch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY könnte nun noch einmal Bewegung in den Fall kommen. Am Mittwochabend hatte ein Ermittler den Fall in der TV-Show vorgestellt, ein kurzer Film zeigte, was Ermittlern bislang über den Fall bekannt ist. Im Lauf der Sendung gingen dann zahlreiche Anrufe für diesen Fall ein, unter anderem vier besonders emotionale Zuschauer-Meldungen.

Wie Alfred Hettmer vom bayerischen Landeskriminalamt am Ende der Sendung im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne erklärt, meldeten sich nämlich gleich vier Zuschauer, die die Belohnung, welche zur Ergreifung des Täters führen soll, aus eigener Tasche erhöhen wollen. Zu Beginn der Sendung war eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt worden (siehe Ursprungsmeldung unten). „Wow, das ist bemerkenswert“, zeigt sich Moderator Rudi Cerne beeindruckt.

Doch damit nicht genug, meldeten sich auch zahlreiche TV-Zuschauer, die mit ihren Hinweisen möglicherweise zur Klärung des Cold Case beitragen könnten. So hatte sich ein Justizvollzugsbeamter im Lauf der Sendung im TV-Studio gemeldet. Er habe sich an einen Fall aus der damaligen Zeit erinnern können und habe dazu zahlreiche Angaben machen können. Inwiefern die Angaben des Justizvollzugsbeamten hilfreich für die Aufklärung des Cold Case sind, muss nun geprüft werden. Wie Alfred Hettmer weiter erklärt, habe sich auch ein ehemaliger Mitarbeiter einer Kanalreinigungsfirma gemeldet. Auch seine Hinweise müssten nun überprüft werden.

Wie Alfred Hettmer weiter erklärt, habe sich auch eine Zuschauerin gemeldet, die nach eigenen Angaben selbst Opfer von sexuellem Missbrauch und Demütigung geworden sei. „Sie weiß auch, dass er noch ein weiteres Mädchen missbraucht hat. Sie konnte uns einen Namen sagen und was ganz wichtig ist: es gibt einen Bezug zur Stadt bzw. zur Region Fulda“. Alfred Hettmer erklärt zudem, dass darüber hinaus noch ein paar weitere wichtige Hinweise zu dem Fall eingegangen seien.

Mädchen tot in Abwassersystem entdeckt: Ermittler jagen den Mörder von Gabriele (5) jetzt in TV-Show

Ursprungsmeldung - Seit fast 40 Jahren suchen Ermittler den Mörder der kleinen Gabriele Schmidt aus Fulda in Hessen. Das Verbrechen an der damals Fünfjährigen schockiert noch immer, bislang konnte der Verantwortliche jedoch nicht ermittelt werden. Mithilfe der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY erhoffen sich Ermittler nun endlich den Durchbruch in dem Cold Case.

Cold Case: Mord an der kleinen Gabriele aus Fulda Thema in ZDF-Sendung Aktenzeichen XY

Die kleine Gabriele hatte am Nachmittag des 3. Juni 1983 vor der Haustür ihres Elternhauses in der Magdeburger Straße 27 gespielt. Wie die Polizei in einer Mitteilung erklärt, spielte die Fünfjährige gerne auch im Garten ihres Elternhauses, das an den Wasserkanal Galgengraben grenzt. Als ihre Mutter sie gegen 18 Uhr zum Essen rufen will, fehlt von der Fünfjährigen jedoch jede Spur. Umgehend suchen die Eltern nach ihrer Tochter, auch die Polizei wird alarmiert. Noch am Abend findet die Polizei im Garten Kleidung und Spielsachen des Kindes. Kurz darauf wird auch das tote Kind entdeckt, ein Feuerwehrmann war in eine über 20 Meter lange schmutzige Röhre gekrochen.

Wie die Polizei in der Mitteilung erklärt, war Gabriele zu diesem Zeitpunkt nur noch mit einem „Hemdchen bekleidet“. Ihre Leiche wurde „mehrere Meter tief in einem unterirdisch verlaufenden Teil des Wasserkanals“ entdeckt. Eine anschließende Obduktion findet heraus, dass die damals Fünfjährige „sexuell missbraucht und regelrecht zu Tode geschlagen“ wurde.

Gabriele aus Fulda tot in Abwassersystem entdeckt - Ermittler suchen Täter mit Ortskenntnissen

Wie die ZDF-Sendung im Vorfeld erklärt, gehen Ermittler davon aus, dass der Mörder des kleinen Mädchens aufgrund der engen Röhre schmal aber kräftig gewesen sein muss. Er könnte nach der brutalen Tat durch nasse, vielleicht sogar blutgetränkte Kleidung aufgefallen sein. Ermittler vermuten demnach ebenfalls, dass der unbekannte Mann über gute Ortskenntnisse verfügt haben muss. Ohne diese könne er beispielsweise nicht über das versteckte Abwassersystem hinter dem Grundstück Bescheid gewusst haben.

Aktenzeichen XY: Ermittler hoffen auf Durchbruch - Wer kann Angaben zu dem Cold Case machen?

Durch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY hoffen Ermittler nun auf den entscheidenden Durchbruch, mit einem Video-Beitrag wird das Verschwinden der kleinen Gabriele aus Fulda dem TV-Publikum vorgestellt. Auch fast 40 Jahre nach dem brutalen Verbrechen wird wegen Mordes ermittelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wird von Seiten der Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt.

Für Hinweise hat die Polizei eine Erreichbarkeit unter der Telefonnummer 0661/105-4447 oder im Internet unter der E-Mail-Adresse rki-fulda.ppoh@polizei.hessen.de eingerichtet. In begründeten Ausnahmefällen können diese auch vertraulich behandelt werden.

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